Gegenseitiger Respekt ist vor dem Derby groß

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services
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Die Westfalenliga startet am Sonntag mit dem Derby des Aufsteigers Concordia Wiemelhausen gegen die DJK Hordel. Im Interview mit WAZ-MitarbeiterFelix Kannengießerverrieten die Trainer, wie sie sich gegenseitig einschätzen und was sie erwarten.

Die Westfalenliga startet am Sonntag mit dem Derby des Aufsteigers Concordia Wiemelhausen gegen die DJK Hordel. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Felix Kannengießer verrieten die Trainer, wie sie sich gegenseitig einschätzen und was sie erwarten.

Wie ist es, gleich mit einem Derby in die Saison zu starten?

Jürgen Heipertz: Die Westfalenliga ist für uns Neuland, dann mit einem Heimspiel und einem Derby zu starten ist super - das hätten wir uns nicht besser wünschen können.

Marcel Bieschke: Wir hätten auch gerne zu Beginn ein Heimspiel gehabt, aber so ein Lokalderby ist natürlich immer etwas Besonderes. Zum Start könnte es von der Motivationslage kaum besser sein.

Sind Sie froh, nun einen Bochumer Konkurrenten in der Liga zu haben?

Bieschke: Konkurrenz belebt das Geschäft. Es führt dazu, dass man sich selbst immer hinterfragen muss. Das kann nur positiv sein.

Auf der anderen Seite: Kann sich Wiemelhausen an einem Club wie Hordel orientieren?

Heipertz: Unser Aufstieg war überraschend. Der Verein hat noch nie so hoch gespielt, wir müssen nun Erfahrungen sammeln. Für uns gilt es erst einmal, in der Liga eine vernünftige Rolle zu spielen. In den vergangenen Jahren sind die Aufsteiger oft sofort wieder runtergegangen. Den Trend wollen wir durchbrechen.
Bieschke: Ich glaube, das werdet ihr auch schaffen.

Wie lief die Vorbereitung?

Bieschke: Wir waren nicht hundertprozentig zufrieden. Zwischendurch haben einige Leute gefehlt, waren im Urlaub. Das war ein bisschen schade. Insgesamt war es aber in Ordnung, wir haben neun von 12 Spielen gewonnen.

Heipertz: Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Das Team hat sich eingespielt. Bitter war die Verletzung von Matthias Kaiser, wir haben ja ohnehin schon einige Ausfälle. Jetzt kommt außerdem noch Ingo Freitag mit einem Spiralbruch in der Hand dazu. Ich bin froh, dass wir einen großen Kader haben.

Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Bieschke: Wir haben fast jedes Spiel der Concordia in der Vorbereitung gesehen, kannten die Mannschaft auch vorher. Das ist eine spielstarke Truppe, die viel über den Ballbesitz kommt und eine enorme Spielfreude an den Tag legt.

Heipertz: Auch wir haben Hordel beobachtet, haben das aber nicht übertrieben. Für mich bringt das am Anfang nicht so viel. Klar haben wir uns einen Überblick verschafft und kennen die Spielanlage, aber wir wollen uns nicht zu sehr nach dem Gegner richten.

Wer ist der Favorit auf den Aufstieg?

René Ziarna: Westfalia Herne hat große Ansprüche angemeldet, aber viele Truppen haben sich verstärkt. Nach fünf Spieltagen kann man mehr dazu sagen.

Heipertz: Ich kenne die Liga bislang zu wenig und bin selber sehr gespannt. Wir sind erstmal euphorisch, überhaupt hier zu spielen.

Was haben Sie sich als Saisonziel vorgenommen?

Heipertz: Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln und dann schauen, was noch geht. Ich bin optimistisch und wünsche mir einen einstelligen Tabellenplatz.

Bieschke: Natürlich versuchen wir, uns nach Platz sechs erneut zu verbessern. Wir wollen wieder flotten Fußball bieten, aber wir wollen keine großen Ansprüche stellen.

Wie kann man in der Westfalenliga bestehen, auch finanziell?

Bieschke: Da muss jeder seine Nische finden. Wir gehen den Weg des Ausbildungsvereins und wollen im Jugendbereich noch mehr machen.

Heipertz: Da muss ich ein Lob an Hordel aussprechen. Wie sie nach dem Umbruch ohne große Namen so eine homogene Mannschaft geformt haben, da ziehe ich meinen Hut. Auch wir werden verstärkt auf die Jugend und charakterlich starke Spieler setzen, die zu uns passen. Wir wollen uns als Gesamtverein weiterentwickeln.

Bieschke: Das Lob will ich zurückgeben. Ich denke, der Erfolg der Concordia hat viel mit harter Arbeit zu tun. Dort wird gut gearbeitet.

 
 

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