Galeski sticht positiv heraus

Spannende Rennen waren auch bei der 58. Auflage der Bochumer Regatta an der Tagesordnung.
Spannende Rennen waren auch bei der 58. Auflage der Bochumer Regatta an der Tagesordnung.
Foto: WAZ FotoPool

Bochum.  Talent vom Linden-Dahlhauser KC steigert sich kontinuierlich und hält die Bochumer Fahne bei der Großveranstaltung am Kemnader See hoch. Deutschland wird mit Abstand Gesamtsieger.

Die Schafskälte konnte die Zuschauer und Teilnehmer der Ruhr-Regatta nicht schocken. Auch die 58. Auflage der Großveranstaltung am Kemnader See stimmte alle Beteiligten zufrieden. „Wir haben nur positive Rückmeldungen bekommen. Der Wind war nicht so stark, die Bedingungen für die Sportler optimal“, sagte die Vorsitzende der ausrichtenden Kanu-Regatta-Gemeinschaft Bochum, Beate Jankowiak, und war sichtlich zufrieden: „Wir haben alle Rennen durchgekriegt. Das war eine gelungene Regatta.“

Wie erwartet landete das deutsche Team mit 1319 Zählern in der Punktewertung mit Abstand vorne. Dahinter platzierten sich Kanada (564) und Tschechien (474). Australien (267) und Bulgarien (227) auf den Plätzen vier und fünf kamen auf deutlich weniger Zähler. Serbien sammelte bei der ersten Teilnahme 44 Punkte, was für Rang 19 reichte.

Die Bochumer Talente konnten mit ihren Platzierungen zufrieden sein. Der 16-jährige Steven Galeski vom Linden-Dahlhauser Kanu-Club war vor allem als Spezialist für die kurzen Distanzen an den Start gegangen, überzeugte aber auch im C1 über 1000 m. Im Vorlauf der männlichen Jugend qualifizierte er sich als Zweiter für das Finale.

Dominik Weise, Jens Jürgens (beide Bochumer KC), Paul Lessenich und Hendrik Buhr (beide KC Wiking) hingegen mussten den Weg über die Zwischenrunde gehen. Dort schaffte nur Weise den Sprung in das Finale. Sein Vereinskamerad Jürgens landete knapp hinter ihm. „Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Wir haben vor drei Jahren mit der Jugendarbeit begonnen. Jetzt trägt sie erste Früchte“, erklärte Marcel Fiebrandt, Trainer vom Bochumer Kanu-Club.

Im C1-Finale landete Galeski schließlich mit einer Zeit von 5:12.50 auf dem fünften Rang. Weise (5:50.40) belegte den neunten und damit letzten Rang im Endlauf, den Joosep Karlson aus Estland mit 4:52.56 gewann.

Doch das sollte nicht das Ende des erfolgreichen Wochenendes für Galeski sein. Im C1-Rennen über 500 m sicherte er sich den zweiten Rang und damit einen Platz im NRW-Kader. Über 200 m krönte der junge Kanut vom Li-Da-KC seine starken Leistungen und siegte mit einer Nasenlänge Vorsprung. „Das war ein tolles Wochenende für ihn. Er hat sich durchgängig gesteigert“, sagte sein Trainer Philipp Karnstein.

Benedikt Steinbrink, Spezialist für die langen Strecken, hatte weniger Glück bei der Ruhr-Regatta. Im C1 über 1000 m kam er bei den Junioren zwar bis in den Endlauf, den er jedoch auf dem achten Platz mit 16 Sekunden Rückstand auf den Sieger Kutsev Radoslav aus Aserbaidschan beendete. Über 500 m schied Steinbrink in der Zwischenrunde aus und legte dann im B-Endlauf eine Siegerzeit hin, mit der er auch im A-Endlauf hätte mithalten können.

Bei den Schülern gab es zwei Bochumer Siege zu bejubeln: Der Rainer-Philipp-Ehrenpreis im C1 der Schüler über 1000 m ging an Lasse Ulrich vom Linden-Dahlhauser KC, der vor Eric Pleßmann (KC Wiking) über die Ziellinie ging. Die Wikinger durften dafür beim Rennen der Schülerinnen im K1 über 1000 m die Arme in die Höhe reißen. Dort siegte die 13-jährige Lena Winkelmann vor Anette Baum aus Estland und Darya Matsayenko aus der Ukraine.

Beim spektakulären C8-Rennen der Schüler über 500 m mussten sich die Bochumer der Konkurrenz aus Wuppertal geschlagen geben. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die Teams des KC Wiking und des Li-Da-KC. Ebenfalls nur knapp an der Goldmedaille vorbei rasten die Wikinger im C2 (Niclas Krunke/Nico Pickert) und C4 (Krunke, Pickert, Pleßmann, Schulz) der Schüler über 500 m, die sich hinter der KSG Wuppertal auf Rang zwei einfanden. „Es ging darum, dass unsere Talente internationale Regatta-Luft schnuppern. Sie sind im Rahmen ihrer Möglichkeiten geblieben“, so der Wiking-Vorsitzende Gerd Döring.