Familie Polat pendelt von einem Platz zum anderen

Murat Polat ist kein Deutscher und kein Türke, er ist ein „Insulaner“. So bezeichnen sich die Vereinstreuen des SV Altenbochum 01, dessen Platzanlage zwischen Kornharpen und Altenbochum liegt. Auf dieser Insel zwischen den beiden Stadtteilen ist Polat geboren - und dort fühlt er sich heimisch.

Für Altenbochum ist er als Sportlicher Leiter tätig, für diesen Verein schlägt sein Herz. Und für Westfalia Herne. Und für den VfL Bochum. Denn dort spielen seine beiden Kinder bisher äußerst erfolgreich Fußball.

Bei den Polats hängen mehrere Trikots im Schrank. Tochter Cansel zieht sich regelmäßig den Dress des VfL über, denn dort spielt die Innenverteidigerin in der U15 und in der nächsten Saison auch in der U17-Mädchenmannschaft. „Meine Tochter liebt Fußball sogar noch mehr als mein Sohn“, verrät Papa Polat. Ihr Bruder Can steht derzeit für die Jugend von Westfalia Herne auf dem Platz, nach dem Sommer soll es in der Westfalenliga weitergehen.

Vater Murat Polat selbst hat es nicht geschafft, als Fußballer Karriere zu machen. Umso mehr wünscht er seinen Kindern diesen Erfolg. „Ich hatte keine Eltern, die so da hinterher waren“, bedauert Polat.

Er und seine Frau sind die Oberhäupter einer fußballverrückten Familie So pendeln die Polats zwischen Herne, Altenbochum und der Castroper Straße, und das mehrmals die Woche. Jeden Tag muss eines der beiden Kinder zum Training gebracht werden, manchmal sogar beide. Und als Sportlicher Leiter ist man ja auch noch gefragt.

In der Familie Polat dreht sich alles um Fußball. Selbst der Sommerurlaub wird passend zu den Trainingslagern der Kids gelegt. Nebenbei leitet Vater Polat noch die Geschicke des SV Altenbochum. „Wenn ich mit meiner Frau alleine zu Hause bin, müssen wir manchmal das Telefon ausmachen, so oft klingelt es.“ Die Konzentration auf die Karriere der Kinder und den eigenen Verein erfordert viel Organisation, Geduld und Euphorie. Die hat Murat Polat ebenso wie seine Frau und die zwei Kinder. Er weiß nämlich: „Das kann man nicht nebenbei machen, dafür muss man leben.“

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