Ein rein italienisches Finale

Bezwang ihre Landsmännin Matilde Biagiotti im Finale: Camilla Rivano (r.).
Bezwang ihre Landsmännin Matilde Biagiotti im Finale: Camilla Rivano (r.).
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
„En Garde“ hieß es am Wochenende wieder in den Hallen der Markstraße, zum 29. Mal richtete die Fecht- und Sportgemeinschaft (FSG) Ruhr Wattenscheid den internationalen Fecht-Weltcup der Juniorinnen aus. In einem rein italienischen Finale setzte sich am Ende Camilla Rivano durch.

„En Garde“ hieß es am Wochenende wieder in den Hallen der Markstraße, zum 29. Mal richtete die Fecht- und Sportgemeinschaft (FSG) Ruhr Wattenscheid den internationalen Fecht-Weltcup der Juniorinnen aus. Über 100 Teilnehmerinnen aus 19 Nationen nahmen teil. In einem rein italienischen Finale setzte sich am Ende Camilla Rivano durch. Für die deutschen Teilnehmerinnen war es dennoch ein erfolgreicher Wettkampf, fünf Starterinnen kamen unter die letzten 32, Leandra Behr vom FC Tauberbischofsheim wurde Sechste. „Ich bin mit dem Abschneiden zufrieden“, sagte Damenflorett-Cheftrainerin Andrea Magro.

Die 18-jährige Behr war nach einer starken Vorrunde an Nummer vier gesetzt, setzte sich danach gegen die Polin Beata Zurowska (15:12) und gegen die Ungarin Orsolya Balogh (15:12) durch. Im Achtelfinale wartete auf die Ranglistenerste des Deutschen Fechterbundes (DFeB) mit Valentina Moor ihre härteste Konkurrentin. Die 19-Jährige vom OFC Bonn ist aktuell Zweite beim DFeB. Die beiden Deutschen lieferten sich ein packendes Duell, das Behr am Ende mit 15:12 für sich entschied.

Im Viertelfinale war für die junge Deutsche aber Schluss. Oksana Pogrebniak aus Russland gewann mit 15:12. Pogrebniak wiederum musste im Halbfinale gegen Matilde Biagiotti eine deutliche 4:15-Niederlage hinnehmen. Biagiottis Finalgegnerin Camilla Rivano hatte es da schon deutlich schwerer, sie siegte gegen die Französin Coralie Brot mit 15:13.

Die Favoriten hatten bis dahin bereits die Segel gehisst. Als letzte der fünf besten Fechterinnen der Saison flog die Italienerin Erica Cipressa aus dem Turnier. Doch zwei andere Landsfrauen hielten im Finale die grün-weiß-rote Fahne hoch: Rivano und Biagiotti, die auf der Rangliste des Internationalen Fechterbundes FIE auf Rang acht und neun stehen. „Dass diese beiden Fechterinnen bis zum Ende kommen, ist eine kleine Überraschung“, erzählt Christina Süfke, Jugend- und Sportwartin bei der FSG Ruhr Wattenscheid. Am Ende setzte Rivano den entscheidenden Stich zum 13:8.

Für die FSG Ruhr war es ein gelungener Tag, von den Teilnehmern gab es ausschließlich Lob. Die Veranstaltung stand im Zeichen der Inklusion, es fand ein Show-Kampf zwischen zwei Rollstuhl-Fechterinnen statt. Auch die Position der Frau sollte gestärkt werden. In einigen der teilnehmenden Nationen haben Frauen nicht die gleichen Rechte wie Männer.

„Insgesamt muss eine größere Breite im Damenflorett unser Ziel sein“, sagte Magro: „Aber insgesamt war das ein guter Einstieg in die internationale Saison.“ Neben Behr und Moor, die am Ende Zehnte wurde, kamen die Berlinerin Kim Kirschen (17.) sowie die beiden Kadettinnen Leonie Ebert (23.) und Helena Frackenpohl (29.) unter die letzten 32.

 
 

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