Ein Punkt geht in Ordnung

Unter normalen Umständen wäre ich mit einem Punkt bei einem Aufsteiger aus der dritten Liga nicht zufrieden. Schaut man aber fairerweise auf die aktuelle Verletzten-Liste und damit auf den Kader, der am Samstag dem VfL zur Verfügung stand, ist ein Punkt auf jeden Fall in Ordnung.

Klammert man einmal die Riesenchance der Gastgeber zu Beginn aus, gefiel mir der Anfang der Partie recht gut. Bochum hat früh attackiert, auch die frühe Führung kam zur rechten Zeit, so dass sie eigentlich der neu zusammengestellten Mannschaft Sicherheit geben sollte. Doch verfolgt man die Spiele des VfL in dieser Saison, weiß man, dass ein bis zwei eigene Tore normalerweise nicht zum Sieg reichen.

Ärgerlicher Ballverlust

Der VfL bekam mit der Zeit Probleme mit den scheinbar deutlich schnelleren Dresdenern, und so fiel dann auch der Ausgleich. Umso ärgerlicher, dass dann nicht einmal 10 Minuten später der Ball leichtfertig von einem VfL-Spieler in einer bis dahin ungefährlichen Spielsituation hergegeben und damit die Führung der Gastgeber eingeleitet wird. Sowas geht gar nicht!

Das Spiel eigentlich schon abgehakt

Im weiteren Verlauf hatte ich das Spiel eigentlich abgehakt. Dresden erspielte sich Chance um Chance, vom VfL kam zu wenig, wenn sich auch Spieler wie Mlapa und Wurtz sichtbar gegen die Niederlage stemmten. Am Ende musste man daher mit dem Punkt zufrieden sein. Die nächsten drei Spiele, gegen Mannschaften, die alle hinter dem VfL stehen, werden zeigen, wohin die Reise des VfL nach Weihnachten (wenn schon nicht ins sonnige Trainingslager…) in dieser Saison geht.


Simon Vohwinkel (32) ist einer von vier VfL-Anhängern, die für die WAZ im Wechsel Spiel und Lage des VfL Bochum bewerten.

 
 

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