Drei Titel für den überragenden Simon Blondeel

Ragte in Bad Wildungen heraus: Simon Blondeel vom DBC Bochum.
Ragte in Bad Wildungen heraus: Simon Blondeel vom DBC Bochum.
Foto: WAZ
Zum großen Triumph für die Jugendarbeit des Billard-Bundesligisten DBC Bochum und für Simon Blondeel gerieten die Deutschen Jugendmeisterschaften in Bad Wildungen.

Zum großen Triumph für die Jugendarbeit des Billard-Bundesligisten DBC Bochum und für Simon Blondeel gerieten die Deutschen Jugendmeisterschaften in Bad Wildungen: Drei Goldmedaillen sowie einnmal Bronze in Einzelwettbewerben und einmal Gold mit dem Team lautet die Bilanz der ebenso erfolgreichen wie talentierten Nachwuchsspieler.

Bad Wildungen war nicht nur für die jugendlichen Billardspieler sehr anstrengend, auch Trainer (und Vater) Fabian Blondeel sowie der 2. Vorsitzende Günter Ulrich haben als Betreuer an den fünf Turniertagen einige Nerven gelassen. Es ging los mit der DJM Dreiband U17, bei der sich der 15-jährige Simon Blondeel erstmals versuchte. In der Finalpartie gegen seinen starken Widersacher Michael Ramge explodierte er förmlich, indem er mit 30:7 in 29 Aufnahmen den Hildener regelrecht überrollte. Sein Generaldurchschnitt (GD) von 0,71 ist beachtlich.

Ähnlich verlief das Finale in der Freien Partie U17 gegen den gleichen Gegner. Im Finale stieß Simon Blondeel die Partie in der ersten Aufnahme mit 150 Points aus. Ramge war auch hier chancenlos. Ein besonderer Krimi war das Finale bei den Junioren Freie Partie auf dem großen Billard zwischen Michael Ramge und Simon Blondeel. Ramge führte bereits haushoch mit 188:92 Points, als Blondeel junior zum Nachstoß antrat und die die Partie mit einer Serie von 108 Punkten beendete.

Lukas Blondeel stand dann seinem jüngeren Bruder Simon nicht nach: Er wurde in der Freien Partie U19 ebenfalls Deutscher Meister und spielte seine beste Partie im Finale gegen den Favoriten Tobias Bouerdick aus Kamen. Der Bochumer Lukas legte vom Anstoß eine Serie von 160 Points vor und gewann sicher in nur drei Aufnahmen mit 200:33. Außerdem gewann er die Bronzemedaille bei den Junioren in der Freien Partie.

Die abschließende Deutsche Jugend-Mannschaftsmeisterschaft entschied das DBC-Team überlegen für sich. Mit den Blondeel-Brüdern im Team gewann die 16-jährige Finn Marie Möller, die bei ihrer ersten DM-Teilnahme mit 1,7 und 1,0 GD ordentlich spielte. Der DBC gewann gegen Neustadt und Hilden jeweils 4:2 und errang den dritten Deutschen Mannschaftstitel hintereinander. Auch der vierte DBC-Jugendliche im Bunde, Jan Sellhast, hat bei seiner ersten DM-Teilnahme nicht enttäuscht, obwohl er nur Platz fünf belegte.

„Um unseren Nachwuchs“, so Geschäftsführer Paul Kimeskamp, „müssen wir uns keine Sorgen machen.“ Auch der Zweite Vorsitzende Günter Ulrich lobt die Nachwuchsarbeit. „Dank seiner spielerischen Leichtigkeit und Nervenstärke“, so Ulrich, „wird besonders Simon bald seinen Weg auch in der Bundesliga machen.“ In Bad Wildungen jedenfalls ragte er heraus. An den fünf Turniertagen gewann er drei Titel und alle 16 Partien.

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