Die Innenstadt wird zum Sportzentrum

Der Stadtwerke-Pokal (o.) bot internationale Kämpfe, bei der Sportnacht gibt es die erste Bochumer Open-Air-Meisterschaft. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ
Der Stadtwerke-Pokal (o.) bot internationale Kämpfe, bei der Sportnacht gibt es die erste Bochumer Open-Air-Meisterschaft. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ
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Bochum..  Die Lange Nacht des Sports feiert ihr Finale in Bochum. 80 heimische Vereine sorgen am 25. September für eine Verwandlung der Bochumer City.

Die Bochumer Innenstadt kommt in diesem Sommer einfach nicht zur Ruhe. Nach dem Maiabendfest, Bochum-Total, dem Sparkassen Giro, Bochum-kulinarisch, dem Musiksommer und dem Open-Flair-Festival steht mit der Langen Nacht des Sports das nächste Highlight an. Über 80 heimische Sportvereine präsentieren sich am Samstag (25. September) nach dem Motto „Sport im Herzen der Stadt“.

Die Lange Nacht des Sports wurde ursprünglich im Rahmen der Fußball-WM 2006 in München initiiert, bevor sie im 2007 nach Dresden wanderte. In diesem Jahr wird die Veranstaltung zur Tour, die nach Besuchen in Dresden, Halle (Saale) und Erfurt in Bochum ihr Finale nimmt. „Die Sportnacht bietet einen tollen Ansatz, die Leute für Sport zu begeistern und den Vereinen eine Möglichkeit, sich zu präsentieren. Wir sind stolz, die Speerspitze dieser Tour bilden zu dürfen“, sagt Stadträtin Birgitt Collisi.

Die Schirmherrschaft der von der Deutschen Bahn finanzierten Veranstaltung hat die Schwimmerin Britta Steffen, Sportlerin des Jahres 2009, übernommen. Dariusz Wosz und Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz fungieren als Bochumer Botschafter. Wosz ist es auch, der auf der großen Bühne am Bahnhofsvorplatz die Nacht des Sports um 16 Uhr offiziell eröffnet. Schon ab 13.30 Uhr präsentieren sich allerdings die Vereine, etwa der Linden-Dahlhauser Turnverein mit einer Jazz-Dance-Show oder die Golden Dragon, die koreanische Kampfkünste vorführen.

„Wir wollen Sportbegeisterung in die Städte bringen. Raus aus den Hallen und Stadien, rein in die Ballungsgebiete, wo sich die Leute aufhalten“, sagt Frank Wallburger, Projektleiter des Veranstalters SportSAX. Auf rund 40 000 qm² Gesamtfläche sorgen etwa 700 Aktive und über 2000 Helfer dafür, dass sich die Innenstadt in ein Sportzentrum verwandelt.

Highlights gibt es dabei viele. Eines ist mit Sicherheit die Open-Air-City-Meisterschaft im Fechten, ausgerichtet von der FSG Ruhr-Wattenscheid. Außerdem gibt es einen Ballon am Autokran, ein mit 70 000 Liter Wasser gefülltes Tauch- und Schwimmbecken, einen Fußball-Parcours, eine Tennisanlage, ein mobiles Fitness-Center, eine aufblasbare Hockey-Area, ein BMX-Trial, ein Segelflieger, Badminton-Flächen, Ausdauertests, ein Schießsimulator und vieles mehr. Es wird also einiges geboten, ob Trend-, Exoten- oder Breitensport – zum Zuschauen und Mitmachen.

Die Lange Nacht des Sports findet ihr Ende gegen 22 Uhr. Eine Verlängerung in die Nachtstunden hinein ist nicht möglich. Zum einen wegen der Beschallungsgrenzen, zum anderen wegen der hohen, ganztägigen Belastung der Sportler. „Jetzt bleibt uns nur noch, auf gutes Wetter zu hoffen. Ansonsten bin ich vom Erfolg dieser Idee in unserer sportbegeisterten Stadt überzeugt und hoffe, dass sie zu einer festen Institution für Bochum wird“, so Collisi.

DER ORT DES GESCHEHENS

Die Sportstätten ziehen sich vom Hauptbahnhof über die Bongardstraße, den Dr.-Ruer-Platz, die Harmoniestraße inklusive Schützenbahn, den Husemannplatz, den Kurt-Schumacher-Platz und die Massenbergstraße bis hin zum Willy-Brandt-Platz.

 
 

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