Denise Krebs kann sich über Silber nicht mehr freuen

Denise Krebs im Jahr 2011, als sie bei Universiade Silber gewann - was jetzt erst klar ist.
Denise Krebs im Jahr 2011, als sie bei Universiade Silber gewann - was jetzt erst klar ist.
Foto: Wolfgang Birkenstock
Wegen eines Dopingfalls erhielt die Wattenscheider Läuferin Rang zwei bei der Universiade zugesprochen - vier Jahre zu spät.

Aus Bronze wird Silber: Die Wattenscheider Mittelstreckenläuferin Denise Krebs hat jetzt Anspruch auf die Silbermedaille über 1500 Meter bei der Universiade 2011 im chinesischen Shenzhen, nachdem die damalige Siegerin Aslı Çakır Alptekin (Türkei) nun wegen Dopings bis 2021 gesperrt wurde – und obendrein ihre Olympische Goldmedaille abgeben muss.

Die Türkin, die 2012 in London überraschend triumphierte, ist Wiederholungstäterin. Der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne (Schweiz) entschied nun, dass für den Zeitraum Juli 2010 bis Oktober 2012 sämtliche Resultate von Aslı Çakır Alptekin annulliert werden. Medaillen muss sie zurückgeben, Preisgelder zurücküberweisen.

Für Denise Krebs vom TV Wattenscheid 01 bedeutet dies, dass sie auf Platz zwei bei der Universiade 2011 vorrückt, nachdem sie bereits vor zwei Jahren auf den Bronzerang gelangt war. Damals waren zwei Russinnen gesperrt worden, die in China vor Krebs – ursprünglich Fünfte – gelegen hatten.

Die ihr zustehende Medaille hat Krebs bis heute nicht bekommen. Aber jetzt braucht die mehrmalige Deutsche Meisterin ja ohnehin eine mit einer neuen Farbe - und eine, über die sie sich schlicht nicht mehr freuen mag. „Das ist jetzt keine Überraschung“, sagt Denise Krebs, „ich hatte auch 2013 schon gedacht, dass es vielleicht Silber werden könnte – weil Aslı Çakır Alptekin damals wegen Dopings angeklagt worden war. Es kotzt einen an“, wählte die Wattenscheider Läuferin klare Worte.

Keine Freude mehr bei der Athletin

Vor zwei Jahren hatte sich Denise Krebs noch darüber geärgert, dass ihr in Südkorea der Moment der Siegerehrung geraubt wurde – sie hatte sich dennoch über die Medaille gefreut. Heute ist sie zwei Jahre älter. Und ernüchterter: „Vier Jahre nach dem Wettkampf ist man einfach nur sauer.“

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen