Concordia hofft auf die Sensation

Wollen ins Halbfinale einziehen: Wiemelhausens Silvio Impellizzeri (li.) und Michael Siemienowski (re.), hier im Pokalspiel gegen Wiedenbrück.F
Wollen ins Halbfinale einziehen: Wiemelhausens Silvio Impellizzeri (li.) und Michael Siemienowski (re.), hier im Pokalspiel gegen Wiedenbrück.F
Foto: WAZ-FotoPool
Im Virtelfinale trifft Wiemelhausen auf Regionalligist SF Lotte. Gottschling: „Der größte Erfolg des Vereins“. Wartala schwer verletzt

Für den Bezirksliga-Spitzenreiter Concordia Wiemelhausen steht am heutigen Mittwoch ein absolutes Highlight auf dem Programm: Die Mannschaft von Concordias Trainer Jürgen Heipertz trifft im Viertelfinale des Verbandspokals auf den Tabellensiebten der Regionalliga West, den VfL Sportfreunde Lotte (19 Uhr, Lotte).

„Der Einzug ins Viertelfinale ist bereits der mit Abstand größte Erfolg unseres Vereins. Es wird sicherlich ein tolles Erlebnis für die Spieler und alle Fans“, sagt der Sportliche Leiter, Uwe Gottschling.

Die Favoritenrolle gegen den immerhin vier Klassen höher spielenden Regionalligisten ist zwar, zumindest auf dem Papier, klar verteilt, unterschätzen sollte man die nun seit 27 Pflichtspielen ungeschlagenen Wiemelhausener jedoch auf keinen Fall. Bereits in der zweiten Runde des Pokals bezwang die Heipertz-Elf mit der SG Wattenscheid 09 einen Regionalligisten (3:2), und auch im Achtelfinale ließ sich die Concordia nicht stoppen: Gegen den SC Wiedenbrück, ebenfalls ein Regionalligist, feierten die Bochumer einen absolut verdienten 3:1-Erfolg. Allerdings durfte die Concordia jeweils auf heimischem Kunstrasen ran - anders als heute in Lotte.

„Gegen die Sportfreunde wird es eine Nummer härter“, ahnt Heipertz, der Lotte bereits drei Mal beobachtet hat und besonders vor dem starken Sturm warnt. Mit Bernd Rosinger, Benedikt Koep und Jesse Weißenfels hat Lottes Coach Ismail Atalan drei Torjäger, die Erfahrung mitbringen und „extrem gefährlich sind“, so Heipertz.

Personell allerdings muss man einen Schock verkraften. Mittelstürmer Henning Wartala, gerade erst genesen nach einem Kreuzbandriss, hat sich im vergangenen Meisterschaftsspiel gegen Annen einen Achillessehnenriss zugezogen. Ihm droht eine Pause von bis zu einem Jahr. Heipertz: „Das ist ganz schlimm für Henning.“ Heute werden auch Jan Kronies (Arm gebrochen) und Kevin Greib (beruflich verhindert) nicht auflaufen können. Der Einsatz von Michael Kerstiens ist noch ungewiss.

„Für uns ist dieses Spiel letztlich nur ein Zückerchen. Natürlich wäre es eine absolute Sensation, wenn wir ins Halbfinale einziehen würden. Erwarten dürfen wir das aber auf keinen Fall“, so der Coach. Im Halbfinale träfe die Concordia auf den Drittligisten Preußen-Münster.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Fans kann der Verein in jedem Fall rechnen: Zwei Busse wurden gechartert, die ab 15.30 Uhr von der Glücksburger Straße zum Pokalevent ins Tecklenburger Land starten werden. „Wir rechnen mit über 100 Fans und gehen davon aus, dass die richtig Rambazamba machen werden“, so Gottschling.

Auch für den Kapitän und Torjäger der Concordia, Michael Siemienowski, ist die Partie gegen Lotte ein absolutes Highlight: „Es ist ein toller Bonus für uns und das Resultat der harten Arbeit. Die gesamte Mannschaft ist absolut heiß auf das Spiel und freut sich wirklich wahnsinnig.“

Für Henning Wartala ist es natürlich extrem schade, dass er nicht spielen kann. Die Mannschaft wird auch für ihn versuchen, das Beste zu geben“, versichert Siemienowski.

 
 

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