Bronze auch für die schnellen Jungs

Bronze bei der Staffel-WM auf den Bahamas: Robin Erewa vom TV Wattenscheid 01.
Bronze bei der Staffel-WM auf den Bahamas: Robin Erewa vom TV Wattenscheid 01.
Foto: imago/Chai v.d. Laage
Diese „Staffel-WM“ ist aus deutscher Sicht ein Riesenerfolg. Mit Robin Erewa und Alexander Kosenkow jubelten auch zwei Wattenscheider.

Diese „Staffel-WM“ ist der pure Wahnsinn – und aus deutscher Sicht ein Riesenerfolg. Noch einmal gab es für den DLV Bronze auf den Bahamas – und diesmal durften gleich zwei Wattenscheider jubeln.

Bei den IAAF World Relays in Nassau hat sich nach den 4x200-Meter-Frauen des DLV - mit der Wattenscheiderin Christina Haack - auch die Männer-Staffel über 4x200 Meter mit den beiden Wattenscheidern Robin Erewa und der nimmermüde Sprint-Oldie Alexander Kosenkow den dritten Platz gesichert – und das auf der ungünstigen Innenbahn (1:22,65 min). Nur Jamaika (1:20,97 min) und Frankreich (1:21,49 min) waren schneller. Das hoch gewettete Staffel-Quartett aus den Vereinigten Staaten wurde disqualifiziert. Die US-Frauen hatten zuvor auch nicht mehr Glück gehabt, sie brachten den Stab nicht ins Ziel.

Die Sprintstaffel Deutschland war in der Besetzung Robin Erewa/Sven Knipphals/Aleixo-Platini Menga/Alexander Kosenkow auf den Beinen. Und wie. Die DLV-Asse hatten schon im Vorlauf mit dem neuen deutschen Rekord (1:21,46 min) für einen Paukenschlag gesorgt, der selbst in Europa gut zu vernehmen war.

Um den Finaleinzug zittern mussten sie dennoch, weil die schnellen Jungs trotz der Rekordzeit „lediglich“ auf Rang drei gelandet waren und, wie sich später herausstellen sollte, mit Erfolg, auf die Zeitschnellsten-Regelung hoffen mussten. Vor Deutschland lagen im Vorlauf nämlich ausgerechnet die späteren Medaillengewinner Jamaika und Frankreich, also die beiden stärksten Steffeln im Wettbewerb. „Sie haben das super gemacht und das Maximum herausgeholt“, freute sich der Wattenscheider Sprintcoach André Ernst, der die Relays im Trainingslager der DLV-Sprinter in Clermont in Florida verfolgt hat, „natürlich hatten die Jungs Pech, weil sie im Endlauf auf Bahn eins starten mussten.“

Restlos begeistert sind die Wattenscheider Staffel-Asse nach ihrem Triumph auf den Bahamas. Alexander Kosenkow, der vor dem Start über die längere Sprintdistanz schon die 4x100 Meter in den Knochen hatte, war relativ kurzfristig ins Team gerutscht. „Patrick Domogala hat sich verletzt, deswegen war ich hier doppelt im Einsatz. Ich war eigentlich auch nur für den Endlauf geplant. Eine starke Leistung von uns mit dem Rekord im Vorlauf – und dann auf Bahn eins im Endlauf Bronze. Alles in allem ein gelungenes Wochenende bei der Staffel-WM und ein zufriedenstellender Saisonauftakt für mich. So kann es weitergehen“, sagte Schlussläufer Kosenkow.

Startläufer war sein Wattenscheider Clubkollege Robin Erewa gewesen, der nur noch meinte: „Wahnsinn! Alles hat funktioniert.“

 
 

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