Bochumer Quartett triumphiert in Tschechien

Drachenboot-Europameister(v.l.):Steven Galeski, Markus Falkenstein, Benni Steinbrink und Jan Dierig.2014
Drachenboot-Europameister(v.l.):Steven Galeski, Markus Falkenstein, Benni Steinbrink und Jan Dierig.2014
Foto: WAZ

Außerdem können sich die Dahlhausener Steven Galeski, Markus Falkenstein, Benedikt Steinbrink und Jan Dierig über einen zweiten Platz in der 2000-Meter-Verfolgung freuen. Dieser Triumph ging später aber wohl im Jubel über die Goldmedaillen auf der 200m-Kurzstrecke und über 500m unter.

Wobei die Silbermedaille nicht weniger hoch anzurechnen ist. Denn im tschechischen Racice war das Team von Bundestrainer Pep Keil aufgrund des letztjährigen Weltmeisterschaftstitel über 1000 Meter Goldfavorit. Nachdem man schnell auf das vorher gestartete Boot aus Ungarn auflaufen konnte, war ein Überholen des führenden russischen Bootes wegen des eng gesteckten Rennkurses nicht mehr möglich. So konnte sich das deutsche Team über einen zweiten Platz freuen, der bei der erbrachten Leistung hoch anzurechnen ist.

Mit dem gewonnenen Selbstvertrauen ging es dann auf die 200 Meter-Kurzstrecke. Mit einem starken Vorlauf konnte man die Leistung des Vortages bestätigen und unterstrich die Ambitionen auf den Sieg.

Zwischen den beiden Mitfavoriten Tschechien und der Ukraine gelegen, konnte sich das deutsche Boot schnell behaupten. Die Mitkonkurrenten hatten rasch das Nachsehen gegen die Jungs des „Ruhrpottbootes“ und ihre Mitstreiter. Denn durch eine hohe Schlagfrequenz konnte das Team zügig eine Führung von mehr als einer Viertel Bootslänge heraus fahren. Diese konnten sie bis ins Ziel behaupten. Das war der Europameister-Titel.

Schon mit dem nächsten Rennen im Hinterkopf, gab es am Abend nur eine gemäßigte Siegerparty im örtlichen Schwimmbad.

Dennoch fanden die frischgebackenen Europameister im Vorlauf für die 500 Meter nicht ihren Rhythmus. Mit einem schlechten Gefühl stieg man anschließend aus dem Boot. Doch dank einer deutlichen, aber auch motivierenden Rede des Bundestrainers konnten sich die Männer noch einmal neu fokussieren.

So ging die Bootsbesatzung äußerst konzentriert und mit absolutem Siegeswillen an den Start. Trotzdem konnten sich Tschechien und die Ukraine zunächst gegenüber den Deutschen behaupten. Ein Kraftakt machte es dann möglich, dass die Jungs mit dem Bundesadler eine halbe Bootslänge Vorsprung heraus fuhren und schließlich, auch wenn die Konkurrenz am Ende noch ein wenig näher kam, den zweiten Europameistertitel holten.

 

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