Basketballer Till Gloger feilt an Maine University an Profilaufbahn

Spielt in den USA in der College-Liga NCAA:  Der Bochumer Till Gloger ist Stipendiat an der Maine University.
Spielt in den USA in der College-Liga NCAA: Der Bochumer Till Gloger ist Stipendiat an der Maine University.
Foto: WAZ FotoPool
Der Bochumer Basketballer Till Gloger wird in den USA an den professionellen Basketball herangeführt. Der 20-Jährige, zum wertvollsten Jugendspieler der NBBL gewählt, erhielt ein Stipendium der Maine University und spielt für die Black Bears.

Bochum.. Die Karriere des Bochumer Basketballers Till Gloger nimmt Fahrt auf. Als Stipendiat der renommierten Universität Maine büffelt der 20-Jährige für seinen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaft und legt sich gleichzeitig beim College-Basketball Team Black Bears das Rüstzeug für eine Profikarriere als Basketballer zu.

Nach acht Monaten ist Till Gloger aus den USA mal wieder in seine Heimatstadt Bochum zurückgekehrt. An seinem früher angestammten Court, dem Streetbasketball-Platz neben dem JuMa, ist der Treffpunkt fürs Gespräch. Vor einiger Zeit noch ging er hier häufiger auf Korbjagd. Auch mit seinen älteren Brüdern Florian und Simon. Zwar hat der Wiemelhausener zurzeit eigentlich eine sportliche Pause eingelegt – es sind schließlich Semesterferien. Dennoch ist für Gloger nicht ans Pausieren zu denken. Selbst in seiner Freizeit dreht sich ganz viel um Basketball.

Training bei den Astrostars

Endlich wieder in der Ruhrstadt, schaut der Stipendiat regelmäßig bei seinen alten Kollegen von der BG Südpark, jetzt Astrostars, vorbei und trainiert mit. „Die sagen, ich hätte zugenommen“, sagt der 20-Jährige und lacht. In der Tat hat der einstige Leichtathlet – für den TV Wattenscheid 01 trat er unter anderem beim Hochsprung an – an Körpermasse zugelegt. Der 2,04-Meter große Basketballer wiegt mittlerweile 104 Kilogramm. In der NCAA, das ist die in den USA populäre nationale College-Basketballliga, kann ein Mehr an Muskelmasse beim Durchsetzen unter dem Korb hilfreich sein.

In seiner ersten Spielzeit stand Gloger durchschnittlich rund 14 Minuten pro Partie auf dem Platz und erzielte im Schnitt drei Punkte. „Das sollen im nächsten Jahr mehr werden“, sagt der Student, der als Power Forward häufig den Abschluss aus der Distanz sucht und zum Korb geht. Dafür trainiert der 20-Jährige täglich mehrere Stunden und weiß, wie er von seiner Ausbildung profitieren kann. „Das Training ist anspruchsvoll.“

Die Chance, die sich dem Wiemelhausener vor rund einem Jahr bot, ist alles andere als selbstverständlich. Ein amerikanischer Scout war auf ihn aufmerksam geworden, als er noch im Trikot der Paderborn Baskets zum wertvollsten Spieler der deutschen Nachwuchsliga NBBL gekürt wurde. Bei der Perspektive, eine gute Ausbildung zu genießen und gleichzeitig eine Sportlerkarriere weiterzuführen, musste Gloger nicht lange überlegen.

Vorliebe für Golden State Warriors statt für Nowitzki

Ohnehin mag es der 20-Jährige in Übersee. Zuvor hatte er mit seiner Familie häufiger die Vereinigten Staaten bereist. So hat der junge Sportler keine Anlaufschwierigkeiten verspürt. „Die Mentalität liegt mir“, meint der Bochumer. Daran könne man sich längerfristig gewöhnen. Hinzu kommt das internationale Flair am College. Hier sind Nachwuchsleute aus der ganzen Welt, die an der Maine University studieren und sportlich gefördert werden. So teilt sich Gloger mit einem serbischen Kommilitonen das Zimmer.

Der Vergleich liegt bei ihm als Deutschen natürlich nahe. Und trotzdem weist ihn der 20-Jährige von sich. „Klar wird man als Basketballer in den USA auf Dirk Nowitzki angesprochen“, sagt der Wiemelhausener. Doch in den Play Offs hielt er sogar einmal zu dessen Gegner, den Golden State Warriors. Trotzdem: Was das deutsche „Wunderkind“ geschafft hat, hat Vorbildcharakter. Ob es bei Gloger mit einer ähnlichen Karriere klappt? „Das wird schwierig“, meint der Bochumer. Pro Saison schaffen nur 60 Spieler den Sprung in die beste Basketballliga der Welt. Auf jeden Fall jedoch soll es nach den drei Jahren am College professionell mit Basketball weitergehen. Gloger arbeitet – selbst in seiner Freizeit – dafür jeden Tag hin: Er will Profisportler werden.

 
 

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