AstroStars fertigen auch den Spitzenreiter ab

Fabian Hollenhorst
Jimmy Sherburne und die AstroStars gewannen auch gegen Rostock Seawolves.
Jimmy Sherburne und die AstroStars gewannen auch gegen Rostock Seawolves.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
ZuHause bleiben die AstroStars Bochum eine Macht. Der Basketball-Zweitligist gewann auch gegen Spitzenreiter Rostock deutlich und feierte den Triumph ausgelassen.

VfL AstroStars Bochum -
Rostock Seawolves 81:67

Viertel: 21:17, 18:21, 26:12, 16:17

VfL: Engel (9), Korbi (17/1), Sherburne (7), Haucke (13), Jasinski (10), Howard (17/1), Wenningkamp (2), Bals (2), Feldmann (3/1) und Mersch (1).

In voller Lautstärke dröhnte die Stadthymne „Bochum“ von Herbert Grönemeyer am Samstagabend durch die Musikboxen der Rundsporthalle. Das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Rostock Seawolves wurde erst wenige Minuten zuvor abgepfiffen, Mannschaft und Verantwortliche feierten vor der Fan-Kurve den 81:67-Erfolg.

Die Vorzeichen für die Bochumer standen dabei nicht besonders gut. Noch kurz vor der Partie hatte Forward Ryon Howard mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen und war das gesamte Spiel nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Diese Chance nutzte Julian Jasinski, der erst kurz vor dem Beginn von seinem ersten Bundesliga-Start für die Bochumer erfuhr. „Natürlich hab ich mich damit beschäftigt, schließlich ging es Ryon schon die letzten Tage nicht gut, aber erfahren habe ich es erst, als ich in die Halle gekommen bin“, sagt das Bochumer -Eigengewächs Jasinski.

Der Back-Up von Howard warf sich von Beginn an in jeden Ball und konnte zur 8:5 Führung der Bochumer seine ersten Punkte in der Partie erzielen. Rostock zeigte sich allerdings nur wenig beeindruckt und ließ die Bochumer zu keinem Zeitpunkt der ersten Halbzeit davon ziehen. Trotz Erkrankung wollte sich Ryon Howard das Spitzenspiel nicht entgehen lassen und kam von der Bank, wenn Julian Jasinski eine Pause brauchte. Auf dem Platz ließ sich der routinierte Howard nichts von seinem geschwächten Körper anmerken und war wie immer eine Schlüsselfigur im Spiel der AstroStars. Mit 17 Punkten führte der New-Yorker zusammen mit Cham Korbi sein Team im Scoring an und konnte Sekunden vor der Halbzeit per Dunking zur 39:38 Führung für die Bochumer verwandeln.

Die zweite Hälfte wurde dann aber wieder von Julian Jasinski per Treffer aus der Mitteldistanz eröffnet. „Er hat ein Riesenspiel gemacht und wurde mit 10 Punkten auch direkt einbezogen. Wenn er dran bleibt, muss ich in Zukunft vielleicht nicht mehr ganz so viele Minuten spielen“, lobte Howard seinen Ersatzmann.

Im dritten Viertel legten die Bochumer dann richtig los und sorgten mit einem 18:4-Lauf für die vorzeitige Entscheidung. Auch, weil der frisch gekürte Spieler des Monats in Reihen der Rostocker, Yannick Anzuluni, kaum eine Chance gegen die Verteidigung der Bochumer hatte und nur fünf Punkte erzielen konnte. Vor allem Michael Haucke stach bei den Bochumern hervor. Am Tag der Vereins-Weihnachtsfeier lud er schon im Vorfeld zu einer Block-Party ein. Gleich acht Würfe blockte der Center und war damit der Grundstein für den 81:67 Heimerfolg. Danach ging die Party ab, in Siegeslaune bei der Weihnachtsfeier bei Sponsor I.S.T.