SG Balve/Garbeck feiert den Titel-Hattrick

Zum dritten Mal in Folge Hallen-Stadtmeister: Fußball-A-Ligist SG Balve/Garbeck hatte allen Grund, den 2:1-Sieg im Finale gegen  Langenholthausen zu feiern. WP-Foto: Dietmar Reker
Zum dritten Mal in Folge Hallen-Stadtmeister: Fußball-A-Ligist SG Balve/Garbeck hatte allen Grund, den 2:1-Sieg im Finale gegen Langenholthausen zu feiern. WP-Foto: Dietmar Reker
Foto: Sportpresse Reker, Dietmar Reker

Balve.. Sie tanzten vor Freude und ließen sich die schönen Momente direkt nach der Siegerehrung nicht verderben: Die A-Liga-Kicker der SG Balve/Garbeck wurden zum dritten Mal in Folge Hallen-Stadtmeister. Die vorausgegangenen Wildwest-Szenen auf dem Spielfeld wie auf der Tribüne spielten nun keine Rolle mehr.

„Wir haben über das gesamte Turnier gesehen vollkommen verdient gewonnen“, sagte ein überglücklicher Sascha Wegener und strahlte mit seinen Kameraden um die Wette. Die Umarmung oder nur das Abklatschen von Mitspielern, zudem reichlich Gratulationen für sein Team, das in der Tat die überzeugendste Leistung des Fußball-Sonntags in der Dreifachturnhalle am Krumpaul gezeigt hatte – die SG-Akteure ernteten von allen Seiten Lob und Anerkennung.

Nicht nur, weil sie eine fast makellose Vorrunde ohne Gegentreffer hingelegt hatten (Wegener: „Das war schon eine Hausnummer“), sondern weil sie bis zum Schluss souverän auftraten und auch den aufkochenden Emotionen im Finale gegen Gastgeber und Topfavorit TuS Langenholthausen trotzten.

2:1 hieß es am Ende des Matches gegen den Bezirksligisten vom Düsterloh, der sich für dieses Turnier so viel vorgenommen hatte. Aber nachdem Tino Tammaro seine Quote per Doppelpack auf sieben Tagestreffer trieb (2./5.) und mit dem bis dahin in der Torschützenliste führenden Torsten Lenort (Rot-Weiß Mellen) gleichzog, blieb dem von Richard Elmerhaus und Rüdiger Kos betreuten Bezirksligisten nur noch der Anschluss durch Neuzugang Toni Deleo (8.).

Was sich jedoch während der Partie und auch nach dem Schlusspfiff abspielte, hatte nichts mehr mit Fußball zu tun. Fouls, Meckereien, Beschimpfungen und auch das Androhung von „handfesten Argumenten“ – diese Szenen verdarben den insgesamt guten Verlauf einer Veranstaltung, die etliche Besucher angelockt hatte und die der ausrichtende Verein auch in Sachen Umsatz als Erfolg verbuchen durfte. Aber es waren ausgerechnet die eigenen Akteure, die ihre Nerven nicht mehr in den Griff bekamen. „So darf man sich als Bezirksligist nicht präsentieren“, meinte Rüdiger Kos später, nachdem sich die Wogen längst geglättet hatten. „Am Ausgang der Meisterschaft gibt es nichts zu mäkeln – Balve/Garbeck hat verdient gewonnen.“

Dritter wurde C-Ligist SuS Eisborn. Die Akteure um Spielertrainer Patrick Rüth nahmen die alles entscheidende 2:3-Niederlage gegen Langenholthausen sportlich fair hin. „Natürlich sind wir zufrieden, denn dass wir so gut abschneiden würden, konnte ja keiner erwarten“, freute sich der einstige Torjäger der Sportfreunde Hüingsen über den Coup, mit dem er und seine Kicker aufhorchen ließen. „Beinahe wären wir sogar ins Finale eingezogen“, resümierte Rüth, der wie Markus Schaaf gegen Langenholthausen traf – nachdem TuS-Stürmer Daniele Pometti per Hattrick erfolgreich gewesen war.

Und was war mit Mario Droste los? Der Langenholthausener Trainer wirkte bei der TuS-Reserve mit und erlitt in der Vorrundenpartie gegen Balve/Garbecks Erstvertretung (0:0) eine Schulterverletzung – das ausgekugelte Gelenk wurde im Krankenhaus behandelt, wo Droste auch die Nacht zur Beobachtung verbrachte. Den weiteren Turnierverlauf hat „Super-Mario“ also gar nicht mitbekommen.

Er wird sich aber erzählt haben lassen, dass die TuS-Zweite am Ende Fünfter wurde und den SuS Beckum hinter sich ließ. Der A-Ligist vom Hinsel-Sportplatz startete in die Finalrunde denkbar unglücklich und unterlag dem späteren Stadtmeister in der Verlängerung (1:2). Als dann auch noch die Partie gegen Rot-Weiß Mellen verloren ging (2:3), waren die Beckumer draußen. „Eigentlich haben wir ein gutes Turnier gespielt, leider waren wir in den entscheidenden Momenten nicht da“, analysierte SuS-Trainer Petros Tsamatos das frühe Aus.

Mellen indes schaffte es bis auf Platz vier, für den B-Ligisten war erst gegen Langenholthausen (1:2) Endstation.

 
 

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