Torhüter übernehmen Hauptrollen im Röhrtalstadion

Kann es nicht fassen: Nico Mirwald, Torhüter des TuS Sundern, musste in der 59. Minute nach der Roten Karte durch Schiri Markus Töpfer vorzeitig das Spielfeld im Röhrtalstadion verlassen.
Kann es nicht fassen: Nico Mirwald, Torhüter des TuS Sundern, musste in der 59. Minute nach der Roten Karte durch Schiri Markus Töpfer vorzeitig das Spielfeld im Röhrtalstadion verlassen.
Foto: SK
  • Herdringens Keeper Hubertus Schulte bringt Sunderns Offensivkräfte zur Verzweiflung
  • Sunderns Torhüter Nico Mirwald sieht beim ersten Pflichtspieleinsatz die Rote Karte
  • Mühle-Team noch einmal gefordert – Strojnowski verzichtet auf Volksbanken-WinterCup

Sundern..  Sechs Tore und eine Rote Karte. Die Hauptrollen übernahmen bei diesem „Spielfilm“ im Röhrtalstadion die Torhüter. Hubertus Schulte auf Seiten des triumphierenden Fußball-Bezirksligisten SV Herdringen und Nico Mirwald, Torhüter des unterlegenen TuS Sundern. Das TuS-Team verabschiedete sich nach der 90-minütigen Aufführung mit einer 1:5 (0:1)-Niederlage vom Publikum.

Die Offensivkräfte des TuS Sundern bissen sich an Hubertus Schulte förmlich die Zähne aus. Marcel Osebold, Mittelfeldspieler des TuS Sundern, zog zweimal (29. und 42.) von der Strafraumgrenze gefährlich ab. Seine Teamkollegen hielten in diesen Szenen den Atem an. Doch im letzten Moment war Schulte zur Stelle und machte die Chance zunichte. Dasselbe Malheur passierte Fabian Schulte, ebenfalls Mittelfeldspieler des TuS, als er frei vor Schulte stand, ihn aber nicht überwinden konnte. „Das ist bitter. Vor der Halbzeit hätten wir klar in Führung gehen können. Herdringen hat fünf Chancen und erzielt vier Tore“, war Eric Wachholz, Vorsitzender der Fußball-Abteilung des TuS Sundern, wenig begeistert vom Ausgang. „Wir können uns vor allem in der ersten Halbzeit bei Hubertus für die gezeigte Leistung bedanken“, urteilte Herdringens Coach Klaus Strojnowski nach dem Abpfiff.

Schon vor dem Anpfiff musste sich Andreas Mühle, Trainer des TuS Sundern, mit der Torhüter-Thematik auseinandersetzen. Denn Kapitän und Stammkeeper Marc Kinnbacher musste aufgrund einer Verletzung kurzfristig mit der Zuschauerrolle vorlieb nehmen. „Es zwickt im linken Oberschenkel. Ich weiß nicht genau, was es ist. Ich kann aber nicht spielen“, war Kinnbacher am Rande des Spiels ratlos über das Ausmaß seiner Beschwerden. Mühle musste jedenfalls reagieren und stellte Nico Mirwald ins Tor. Doch der 21-Jährigre zögerte bei einem langen Ball vielleicht ein bisschen zu lange. Er konnte den heranstürmenden Herdringener Marcel Kern vor der Strafraumgrenze nur durch ein Foul stoppen und sah dafür von Schiedsrichter Markus Töpfer die Rote Karte (59.). „Das ist für Nico natürlich sehr schade, weil es sein erster Pflichtspieleinsatz gewesen ist“, übte Mühle Nachsicht.

Auch in Unterzahl nicht aufgegeben

Trotz der Niederlage war Mühle keineswegs geknickt, wie es das Ergebnis vielleicht vermuten lassen könnte. „Keiner hat sich hängen gelassen. Wir haben auch mit zehn Mann versucht, bis zum Ende Fußball zu spielen“, anerkannte Mühle die Leistung seiner „Jungs.“ Der TuS hat am kommenden Sonntag, 4. Dezember, im Heimspiel gegen den SuS Langscheid/Enkhausen die letzte Chance, noch einmal in diesem Jahr punkten zu können. „Das müssen wir definitiv auch tun und zumindest einen Punkt holen“, sagte Mühle. Am letzten Spieltag (11. Dezember) hat das Mühle-Team, das nur einen Punkt Abstand auf den ersten Abstiegsplatz hat, spielfrei.

Klaus Strojnowski hat die Zeit bis zum letzten Spieltag am 11. Dezember sowie die Winterpause bereits geplant. „Wir trainieren in den nächsten zwei Wochen jeweils dreimal. Nach den Spielen in Langenholthausen und zu Hause gegen Allagen beginnt für uns auch sofort die Winterpause“, erläuterte Strojnowski. Am Donnerstag, 12. Januar, bittet Strojnowski sein Team nach der Pause wieder zum Training. „Wir nehmen die Arnsberger Stadtmeisterschaft mit, aber kein anderes Hallenturnier. Die Termine vom Volksbanken-WinterCup würden direkt in unsere Vorbereitung fallen“, führte Strojnowski aus. Zudem habe der SV Herdringen, so Strojnowski weiter, bei diesem Turnier in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Verletzungen gemacht. „Für uns hat der Klassenerhalt in der Bezirksliga trotz der aktuellen Tabellensituation nach wie vor Priorität. Ich hoffe, dass wir vielleicht noch drei Punkte aus den ausstehenden zwei Meisterschaftsspielen in diesem Jahr holen können“, sagte Strojnowski, der mit seinem Team als Aufsteiger Platz sechs belegt. Vorbereitungsspiele sind gegen die Landesligisten aus Menden und Hüsten geplant.

EURE FAVORITEN