Taekwondo-Ass Helena Fromm aus Oeventrop ist schwanger

Wird Mama: Die Oeventroperin Helena Fromm.
Wird Mama: Die Oeventroperin Helena Fromm.
Foto: WAZ FotoPool
Bei den Olympischen Spielen in London erkämpfte sich Helena Fromm die Bronzemedaille. Jetzt legt die Sauerländerin eine Pause ein, eine Babypause: Die Taekwondo-Kämpferin ist schwanger und erwartet im November ihr erstes Kind.

Oeventrop.. Es war die freudigste Nachricht des Pfingstwochenendes: Helena Fromm, Gewinnerin der Bronzemedaille im Taekwondo bei den Olympischen Spielen in London 2012, ist schwanger. Im November erwarten die 25-Jährige aus Arnsberg-Oeventrop und ihr Freund Jendrek Stanek den gemeinsamen Nachwuchs.

Hallo Helena, in der 14. Woche einer Schwangerschaft muss diese Frage zum Auftakt erlaubt sein: Wie geht es Ihnen?

Helena Fromm: Danke, es geht mir wirklich gut. Ich bin bislang auch von Übelkeit-Attacken fast verschont geblieben. Also - es ist momentan alles prima!

Bei der WM im Juli werden Sie ebenso fehlen, wie bei den restlichen Großereignissen in diesem Jahr. Wie hat Ihr Umfeld auf die Schwangerschaft reagiert?

(lacht) Im ersten Augenblick waren viele erschrocken, ja, fast schockiert, weil damit niemand gerechnet hat. Besonders für meinen Trainer Carlos Estevez, der auch Bundestrainer ist, war die Nachricht mit Blick auf die WM eine Katastrophe. Die Hoffnungsträgerin - von einem Moment auf den anderen nicht mehr dabei. Aber natürlich freuen sich jetzt alle mit uns. Und die Resonanz auf meiner Seite im Internet ist unfassbar groß und super positiv.

Halten Sie denn an Ihrem großen Ziel, Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, fest?

Ich möchte schon nach der Geburt wieder ins Training einsteigen und plane mit Rio 2016. Aber die Situation muss passen. Ich werde mir die nötige Zeit lassen und setze mich nicht unter Druck.

Kind und Taekwondo-Karriere - ist das vereinbar?

Ich glaube, dass das in unserer Sportart ziemlich gut geht. Meine Mannschaftskollegin Sümeyye Manz zum Beispiel wurde nach den Olympischen Spielen in Peking schwanger, bekam ihren Sohn und qualifizierte sich im vergangenen Jahr ebenfalls für London.

Also haben Sie sich jetzt den perfekten Zeitpunkt für eine Schwangerschaft ausgesucht.

(lacht) Für das langfristige Ziel Rio ist es tatsächlich der optimalste Zeitpunkt. Aber den perfekten Zeitpunkt? Den gibt es für eine Schwangerschaft in einem Sportlerleben nicht. Ich bin jetzt 25 und mit Jendrek schon lange zusammen. Wir freuen uns riesig auf das Kind.

Hören Sie eigentlich von jetzt auf gleich auf zu trainieren?

Ich versuche mich in den nächsten Wochen schon noch fit zu halten. Im Juni ist zudem ein Lehrgang der Nationalmannschaft in Sonthofen, zu dem ich auch noch reise. Ich möchte die Mannschaft in der Vorbereitung auf die WM unterstützen. Aber treten und boxen lasse ich mich nur noch von innen...

 
 

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