Spieler des TV Arnsberg missachten Vorgaben des Trainers

Bernd Großmann
Vergebliche Ansprache: Die beschwörenden Korrekturen von TVA-Trainer Björn Sude (rechts) stießen bei seinen Spielern auf taube Ohren.
Vergebliche Ansprache: Die beschwörenden Korrekturen von TVA-Trainer Björn Sude (rechts) stießen bei seinen Spielern auf taube Ohren.
Foto: Thorsten Heinke
Die Landesliga-Handballer des TV Arnsberg mussten sich gegen Aufsteiger TuS Ferndorf III mit einem 25:25 (14:14)-Remis begnügen.

Arnsberg.  Die Landesliga-Handballer des TV Arnsberg mussten sich gegen Aufsteiger TuS Ferndorf III mit einem 25:25 (14:14)-Remis begnügen.

TVA-Trainer Björn Sude ging mit seinen zuletzt hochgelobten Schützlingen hart ins Gericht: „Es wurde in keiner Phase des Spiels das vorgegebene Konzept eingehalten. Keiner meiner Spieler hatte Normalform.“

Offenbar glaubten die Spieler des TV Arnsberg, gegen den auswärts bislang stets klar unterlegenen Neuling aus dem Siegerland, mit halber Kraft zum Erfolg kommen zu können und spulten nur ein Pflichtprogramm ab.

Die erste Quittung gab es nach der 9:7-Führung, als Ferndorf fünf Tore in Serie zum 12:9 (23.) glückten. Der TV Arnsberg konnte diesen Rückstand zwar bis zur Pause egalisieren (14:14), aber genau das sah Coach Sude später als Nachteil an: „Die Jungs sind dadurch in ihrer Annahme bestärkt worden, dass das Ding je derzeit zu ihren Gunsten entscheiden können.“

Eingangs der zweiten Hälfte stand die Abwehr des TV Arnsberg. Aber nach dem 17:15 (37.) gab es eine weitere deftige Durststrecke, die zum 17:20-Rückstand (44.) führte. Auch nach 51 Minuten lag die Truppe aus der Regierungsstadt mit drei Toren hinten (20:23), ehe Alex Blanke, Johannes Dame und Torben Eberhard zum 23:23 ausgleichen konnten. In der spannenden Schlussphase einer ansonsten auf mäßigem Niveau stehenden Partie profitierte der TV Arnsberg von zwei technischen Fehlern sowie zwei vergebenen Siebenmetern der Gäste und legte durch Blanke zum 25:24 vor. J. Klein (9/3), neben Strack (7) bester TuS-Werfer, sicherte Ferndorf III am Ende das verdiente 25:25.

Björn Sude: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Das Beste am 25:25 ist, dass der Abstand auf Ferndorf gleich geblieben ist. Ich hoffe, die Jungs ziehen daraus die richtigen Konsequenzen.“