Julian Gerhardt fiebert Helikopter-Bike-Ride entgegen

Exotische Touren: Julian Gerhardt aus Sundern-Allendorf sucht weltweit neue Herausforderungen auf dem Rad. Derzeit weilt der 27-Jährige in Neuseeland und freut sich auf einen Helikopter-Bike-Ride.
Exotische Touren: Julian Gerhardt aus Sundern-Allendorf sucht weltweit neue Herausforderungen auf dem Rad. Derzeit weilt der 27-Jährige in Neuseeland und freut sich auf einen Helikopter-Bike-Ride.
Foto: WP
Julian Gerhardt aus Sundern-Allendorf sucht weltweit neue Herausforderungen auf dem Rad. Derzeit weilt der 27-Jährige in Neuseeland.

Sundern/Sauerland..  Das beschauliche Sundern-Allendorf ist seine Heimat. Julian Gerhardt sucht jedoch weltweit die Herausforderungen auf dem Rad. Unter anderem hat er die NRW-Meisterschaft im Downhill gewonnen. Das Mitglied des RC Victoria Neheim weilt derzeit in Neuseeland. Mit Unterstützung von Jörg Scherf, Vorsitzender der Victorianer, haben wir Kontakt zum 27-jährigen Rad-Freak aus dem Sauerland bekommen und ihm einige Fragen stellen können.

Seit wann sind Sie unterwegs und wo halten Sie sich im Moment auf?

Ich bin im Oktober von Deutschland erst einmal nach Indonesien auf die Insel Bali geflogen. Den Aufenthalt dort habe ich als Zwischenstopp geplant und konnte mir die Insel mit schönen Stränden und Vulkanen anschauen. Von da aus ging es weiter nach Perth in Australien. Hier habe ich mir dann einen Job gesucht und hier wohl die meiste Zeit verbracht. In den Perth Hills kann man super Mountainbike fahren. Um Weihnachten hat mich meine Freundin für rund drei Wochen besucht und wir haben uns zusammen Melbourne, Sydney, die komplette Süd-Ost-Küste, die Great-Ocean-Road und Tasmanien angeschaut. Jetzt gerade befinde ich mich in Neuseeland, von dort aus werde ich dann auch wieder dem Sommer hinterher nach Deutschland fliegen.

Wie hat Ihre Flugstrecke ausgesehen?

Der Flug von Düsseldorf nach Denpasar auf Bali hat mich durch die Zeitverschiebung knapp zwei Tage gekostet. Von Bali nach Australien waren es nur drei Stunden Flugzeit. Dasselbe gilt von Australien nach Neuseeland.

Ihre bisher coolste Aktion?

Als meine Freunde, die ich durch das Mountainbike kennengelernt habe, erfuhr, dass meine letzte Woche in Australien ansteht, entschieden wir uns kurzfristig zu einem Rennen im Süden zu fahren. Hier nahmen wir dann am ersten Lauf der Western-Australia-Gravity-Series teil. Das ist noch mal ein schöner Abschied in Australien gewesen. Außerdem hat mir das Reisen mit meiner Freundin super gefallen. Wir haben mega coole Sachen wie Wasserfälle, Strände und das australische Wildlife erleben können.

Und das bisher blödeste Erlebnis?

Das ist jetzt erst vor kurzem passiert. Ich wollte mich mit meiner Schwester in Christchurch in Neuseeland treffen. Unsere Landezeiten wären nur 10 Minuten auseinander gewesen. Allerdings wurde mein Flug gecancelt und ich musste eine zusätzliche Nacht in Melbourne verbringen. Die Unterkünfte waren aber schon gebucht. Und bis die Fluggesellschaft dann einen Transport und Unterkunft gebucht hatte, lohnte es sich kaum noch, in die Unterkunft zu fahren. Nach vier Stunden Schlaf durfte ich dann wieder zum Flughafen fahren und kam mit einem Tag Verspätung in Neuseeland an.

Welche sportlichen Aktivitäten haben Sie in Angriff genommen?

In Perth bin ich anfangs viel gelaufen. Außerdem habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet. Als dann endlich mein eigenes Rad in Australien ankam, waren wir so gut wie bei jeder Gelegenheit in den Perth Hills zum Mountainbike-Enduro-Fahren

An welchen Rennen werden Sie noch teilnehmen?

Als erstes steht das NZ-Enduro in Nelson-Marlbourough an. Hier werde ich die Möglichkeit haben, einen Helikopter-Bike-Ride zu genießen. Eine Woche später findet der Auftakt der Enduro-World-Series in Rotorua auf der Nordinsel statt. Das ist die höchste Rennserie in dieser Disziplin.

Wie verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt?

Ich habe in einer Metallverarbeitung in Perth gearbeitet. Die Fabrik ist Spezialist für Sonnenschützer und Ventilationssysteme. Die Arbeit war recht eintönig und langweilig. Allerdings habe ich dort viele neue Leute kennengelernt.

Wie lange können Sie noch den Spaß genießen?

Für mich brechen jetzt die letzten sechs Wochen an. Das reicht dann aber auch. Nach einiger Zeit vermisst man sein Zuhause, die Familie und Freunde und vor allem das deutsche Essen.

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