Alexander Gassner und Katharina Heinz gestrichen

Winterberg..  Herber Rückschlag für den Bundesstützpunkt Winterberg: Der BSC Winterberg und die RSG Hochsauerland werden bei Olympischen Winterspielen erstmals seit Jahrzehnten wohl keinen Einzelathleten am Start haben.

Allein die BSC-Anschieber im Schlitten von Bobpilot Francesco Friedrich dürften mit von der Partie sein. Hintergrund: Katharina Heinz von der RSG Hochsauerland und Alexander Gassner (BSC Winterberg) wurden von Skeleton-Bundestrainer Jens Müller „wegen nicht ausreichender sportlicher Leistungen“ aus dem Weltcup-Kader gestrichen. Beide treten nun im Intercontinental-Cup an. Die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Sotschi ist den beiden Athleten damit kaum noch möglich.

BSC-Vorsitzender Jens Morgenstern wollte die Entscheidung des Bundestrainers gestern nicht kommentieren. „Ich möchte zunächst mit Alex Gassner persönlich sprechen. Unklar ist mir derzeit noch, wie er von Rennen zu Rennen schwächer geworden ist.“ Nach dem Aus für Rennrodlerin Corinna Martini (BSC) stachen auch die beiden letzten Asse, Heinz und Gassner, nicht. Die Bobdamen Sandra Kiriasis und Anja Schneiderheinze, die früher für die RSG bzw. den BSC starteten und in Sotschi dabei sind, hatten sich bekanntlich vor der Saison neuen Clubs angeschlossen.

Katharina Heinz hatte bei den Übersee-Weltcups Platzierungen zwischen sieben und 13 belegt, Gassner kam auf die Plätze acht (Calgary), 14 (Park City) und 23 (Lake Placid). Beim Weltcup Anfang Januar in Winterberg und den folgenden Stationen der Rennserie werden nun Sophia Griebel und Christopher Grotheer an den Start gehen.

Der bisherige Saison-Verlauf beim Weltcup der Skeleton-Sportler verspricht auch für den Stopp in Winterberg Hochspannung. Sieger bei den Übersee-Weltcups waren Martins Dukurs aus Lettland, Alexander Tretyakov aus Russland und Matthew Antoine aus den USA. Fünf Athleten aus vier Nationen teilten sich bei den Rennen in Calgary, Park City und Lake Placid die Podestplätze.

Weltmeister Alexander Tretyakov kommt als Führender der Weltcup-Gesamtwertung auf die Bobbahn Winterberg. Mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen macht der Russe dem dominierenden Piloten der vergangenen Jahre, Martins Dukurs, die Spitze streitig.

Nur Anja Huber auf dem Podest

Bei den Skeleton-Damen wurden bereits vier Weltcup-Rennen absolviert. Sieben Athletinnen aus sieben Nationen eroberten dabei mindestens einen Podestplatz. Bester Deutscher bei den Herren ist derzeit Frank Rommel auf Rang fünf der Gesamtwertung. Bei den deutschen Damen erreichte bislang nur Anja Huber als Zweite in Lake Placid einen Podiumsplatz.

 
 

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