Auswärts läuft es einfach für Erlinghausen

Altkreis.  Von den überkreislich spielenden Mannschaften aus dem Fußballkreis Hochsauerland Ost verbuchten RW Erlinghausen und der SV Brilon zum Hinrundenkehraus wichtige Auswärtssiege. Ohne Punkte blieb der Aufsteiger SV Oberschledorn/Grafschaft, der nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat. Der TSV Bigge-Olsberg war spielfrei. Die Strunzertaler haben aber schon vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Landesliga 2

Auswärts läuft es bei RW Erlinghausen wesentlich besser als im Hans-Watzke-Stadion. Das musste auch der Westfalenligaabsteiger TuS Erndtebrück II feststellen, der beim 0:1 die dritte Heimniederlage kassierte.

Für RWE war es dagegen schon der vierte Erfolg in der Fremde. Der Sieg war von großer Bedeutung, da der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bei einer Niederlage auf zwei Punkte geschmolzen wäre. So kann man den schweren Aufgaben vor der Winterpause gegen Hohenlimburg und in Dröschede etwas beruhigter entgegenblicken.

Zahlreichen Ausfällen zum Trotz (neben den Langzeitverletzten Wachsmann, Müller und Rosenkranz fielen auch noch Thomas Kandlen und Ümral Bahceci verletzungsbedingt aus), traten die Rot-Weißen die weite Anreise nach Wittgenstein an. Bei der Reserve des Oberligisten waren die Rot-Weißen aber von Anfang an präsent. Einstellung, Kampf und Laufbereitschaft stimmten. Den entscheidenden Treffer erzielte Nils Meyer mit seinem ersten Saisontor. Dementsprechend zufrieden war Trainer Daniel Berlinski nach dem Spiel. „Wir haben sehr tief und kompakt gestanden und kein Gegentor zugelassen. Das war sehr gut. Die Fünferkette mit Nachwuchsspieler Dziugas Petrauskas, der erstmals von Anfang an auf dem Platz stand, hat gute Arbeit geleistet. Bemängeln muss ich, dass wir unsere Konter nicht sauberer ausgespielt haben.“

Bezirksliga 4

Luft im Abstiegskampf hat sich der SV Brilon verschafft, der das Kellerspiel beim TuS Langenholthausen mit 1:0 gewonnen hat. Durch den bereits vierten Auswärtssieg haben die Schwarzen vier Plätze gut gemacht und sich ein Drei-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz verschafft. Nico Stappert mit seinem fünften und Alex Flock mit seinem zweiten Saisontor stellten die Weichen auf Sieg. „Auch wenn der Gegner nach der Pause versucht hat, Druck aufzubauen, haben wir nicht viele Chancen zugelassen. Wir hätten den Sack aber schon früher zumachen können“, so das Fazit von SVB-Trainer Stephan Vogel.

Der SV Oberschledorn/Grafschaft hätte gegen den SuS Langscheid/Enkhausen auf jeden Fall einen Zähler verdient gehabt. Stattdessen stand der Aufsteiger am Ende wieder mit leeren Händen da, weil der Gegner in der Chancenverwertung einfach effizienter war. „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Der Gegner hat die Bälle reingemacht, wir nicht. Dennoch gibt die zweite Halbzeit Anlass zum Optimismus“, so der SVO-Vorsitzende Berthold Dessel. In die gleiche Kerbe schlug auch Trainer Hubertus Albers. „Es war ja nicht so, dass der Gegner das Spiel gemacht und uns hinten rein gedrängt hat. Am Ende hat einfach die Cleverness gesiegt.“

HSK-Kreisliga A Ost

Am zweiten Rückrundenspieltag hat sich der VfB Marsberg die Tabellenführung nach dem souveränen 5:0-Erfolg im Stadtderby beim VfL Giershagen und der gleichzeitigen 0:1-Heimniederlage des TuS Medebach gegen den BV Alme zurückerobert. VfB-Trainer Paul Bender hatte diesen hohen Sieg und die gleichzeitige Niederlage des TuS Medebach nicht erwartet. „Das Spiel lief in unsere Richtung. Nach dem 2:0 hatten wir mehr Räume, die wir auch genutzt haben. Insgeheim hatte ich mir erhofft, dass Alme einen Punkt holt. Dass es drei wurden, hat mich sehr überrascht, aber auch gefreut.“

Nach fünf Siegen in den direkten Vergleichen kassierte der TuS Medebach gegen Alme die erste Niederlage. Die Hansestädter waren personell aber auch gehandicapt und mussten auf einige Stammkräfte verzichten. „Auch wenn wir mehr Spielanteile hatten, hat sich Alme den Sieg erkämpft. Die Ausfälle lasse ich nicht als Entschuldigung gelten, wir hatten immer noch eine gute Truppe auf dem Platz. Da wir kollektiv 20 bis 30 Prozent unter unserem Leistungsvermögen geblieben sind, muss ich die Einstellung der Mannschaft hinterfragen“, ärgerte sich Medebach-Trainer Uli Drilling.

Die großen Verlierer im Abstiegskampf waren der SV Obermarsberg und die Reserve des SV Brilon. Für die Eresburger war die 0:1-Heimniederlage nach zwei Siegen ein herber Rückschlag, zumal Gegner Bruchhausen-Elleringhausen ein direkter Konkurrent ist. Der Aufsteiger beendete mit dem Auswärtssieg seine Durststrecke von elf sieglosen Spielen.

Die zweite Welle des SV Brilon kassierte bei der SG Dreislar/Hesborn die fünfte Niederlage in Folge. Überraschend kam der 3:1-Auswärtserfolg des FC Hilletal im Derby in Wiemeringhausen.