Judoka Gjakova gewinnt erste Medaille für Kosovo

Arm in Arm mit der deutschen Judoka Miryam Roper präsentierte Nora Gjakova ihre historische Europaspiele-Medaille nach der Siegerehrung für die Kameras. Als erste Athletin überhaupt gewann die 22-Jährige bei einem großen Sportevent mit Bronze Edelmetall für Kosovo.

Baku.. «Es fühlt sich großartig an», schwärmte Gjakova. «Danke an IOC-Präsident Thomas Bach, dass er uns unter dem Namen des Kosovos antreten lässt.»

Der vor sieben Jahren von Serbien abgefallene und heute selbstständige Balkanstaat war im vergangenen Dezember vollständiges Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees geworden. Damit konnte das Kosovo Athleten zu den ersten Kontinentalspielen in Baku schicken.

Bevor Roper sich in der Kategorie bis 57 Kilogramm das zweite Bronze sicherte, bezwang Gjakova im Duell um den dritten Platz in der Heydar-Aliyev-Arena die Niederländerin Sanne Verhagen. Nach dem Sieg jubelte sie in Richtung der knapp zehn Zuschauer mit der blauen Staatsflagge auf der Tribüne.

In der Zukunft will Gjakova ihr Land auf einer noch größeren Bühne repräsentieren. «Die Europaspiele erinnern einen daran, dass man die große Möglichkeit hat, auch bei Olympia zu gewinnen», sagte sie.

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