Jetzt ist alles drin

Längst haben sich die prominenten Kollegen zu Wort gemeldet. Joachim Löw ist ein Fan der deutschen Handballer, das hat er jüngst gesagt. Roman Weidenfeller, Mario Götze und viele andere sitzen bei den Spielen gebannt vor dem Fernseher und fiebern mit den Sportler-Kollegen, die da gerade in Katar für Aufsehen sorgen. Diese bekannten Zuschauer haben den Handballern eines voraus: den WM-Titel.

Noch.

Denn wer weiß, was noch passiert? Mit 23:16 schraubten die Deutschen gestern Ägypten auseinander, stehen nun im WM-Viertelfinale. Dort ist die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson gegen Katar favorisiert.

Das Halbfinale ist in Reichweite. Ab jetzt ist alles möglich, sogar der Titel.

Und das alles bei einem Turnier, das die DHB-Auswahl sportlich verpasst hatte. Nun aber eilt sie von Erfolg zu Erfolg, präsentiert sich als Einheit und überrascht alle Skeptiker, von denen es in den mageren vergangenen Jahren mehr und mehr gab.

Löw, Weidenfeller und Götze verbreiteten rein sportlich weniger Glanz bei der Fußball-WM. Aber sie bissen sich durch. Im Achtelfinale gegen die unbequemen Afrikaner aus Algerien profitierten sie von einem überragenden Torwart Manuel Neuer.

Ägypten war auch unbequem, aber die deutsche Mannschaft war souverän von der ersten Sekunde an. Und wenn nicht hielt der überragende Torwart Carsten Lichtlein die Bälle fest.

Die Handballer könnten es den Fußballern gleichtun. Es wäre eine Sensation. Die nächste Hürde ist der Gastgeber. Aber den überwanden die Kicker ja auch einigermaßen beeindruckend.

EURE FAVORITEN