Immerhin nichts angebrannt

Essen..  Der 2:0-Sieg in Georgien war ein Pflichtsieg der deutschen Nationalmannschaft. Als Selbstverständlichkeit kann dieser Erfolg, der durch das 1:1-Remis der Polen in Irland noch aufgewertet wurde, allerdings nicht angesehen werden. Nach dem Triumph bei der Weltmeisterschaft in Brasilien ist das Fußball-Ensemble von Bundestrainer Joachim Löw in ein Leistungsloch gefallen, das sich auch in der Statistik ausdrückt. Lediglich vier von acht Partien nach der WM konnten gewonnen werden. Gegen die Polen gab es auf dem Weg zur EM eine Niederlage, gegen die Iren lediglich ein Unentschieden. Allein ist die Nationalelf mit diesen post-weltmeisterschaftlichen Problemen aber nicht.

Löw setzt auf herbstliche Stärke

Spanien und Italien stehen tabellarisch gut da, können allerdings spielerisch nicht überzeugen. Die Niederlande müssen sogar um die Qualifikation für die EM mächtig bangen. Fünf Punkte Rückstand hat die „Elftal“ in Gruppe A schon auf einen der beiden direkten Qualifikationsplätze.

Dagegen ist die Situation beim großen Nachbarn fast komfortabel. Nur noch ein Zähler trennt Deutschland (10, punktgleich mit Schottland) in der Tabelle von Polen (11). Die entscheidenden Begegnungen liegen nach der Partie gegen Gibraltar im Juni (Sieg: ein Muss!) im September, Oktober und November an. Bis dahin will Löw bei der behutsamen Neugestaltung der Nationalelf einige Schritte vorangekommen sein. Außerdem glaubt er an den deutschen Herbst: „Erfahrungsgemäß sind wir dann besser in Form.“

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