Illegal, aber echt

Borussia Dortmunds nächster Gegner RB Leipzig wollte zum ersten Heimspiel im Fußball-Oberhaus am Samstag, 10. September, einen „Begegnungsschal“ auflegen. Halb in den rot-weiß-blauen Vereinsfarben des Aufsteigers, halb in den schwarz-gelben der Borussia. Besonders bei internationalen Spielen sind diese Utensilien beliebt – wer sich vor einer legendären Europapokalpartie ein solches Ding sichert, darf sich später glücklich schätzen.

Sollte das Spiel am nächsten Samstag in Leipzig tatsächlich in die Annalen eingehen, der Schal wird es wohl kaum tun.

Der BVB verweigerte die Verwendung von Vereinsname und -logo. Da RBL auf die eingetragenen Markenzeichen des Gegners verzichten muss, steht nun nur ein schnödes „Dortmund“ auf dem Textil, das ganz in den Leipziger Farben gehalten und deshalb gar nicht als Begegnungsschal erkennbar ist.

Riecht nach einem Marketing-Flop für RB – und das dürfte den meisten Fans der Borussia auch ganz recht sein. „Muss ja keiner kaufen“, kommentierte sogar ein Leipziger die Farce passend.

Wer aber doch ein authentisches Andenken erwerben möchten, dem seien die fliegenden Händler vor dem Stadion empfohlen. Deren selbstgestrickte Ware ist zwar nicht ganz legal, in dem Fall aber wohl irgendwie „echter“.

 
 

EURE FAVORITEN