„Ich wusste, dass wir die Bayern ziehen werden“

Dortmund..  Als der lange Pokal-Mittwochabend beendet war und nun alle auf die Auslosung warteten, stand Jürgen Klopp der Sinn nicht nach Glück, sondern nach Recht und Gerechtigkeit. „Ich habe sie mir erst gar nicht angeguckt, sondern Law & Order gesehen“, erklärt der Trainer von Borussia Dortmund am Tag danach, warum er zuvor die Fernbedienung seines TV-Geräts bedient hatte, „ich kann mich regelmäßig über das amerikanische Rechtssystem aufregen.“

Für den weiteren Wettbewerbsverlauf hatte Klopp ohnehin eine Vorahnung, als neben dem BVB noch Bayern, Wolfsburg und Bielefeld durch den ARD-Lostopf kugelten. „Mit dem Moment, als das Spiel beendet war, wusste ich, dass wir Bayern ziehen werden“, erstaunte Klopp (Bild) am Donnerstag mit Gelassenheit: „Ein Halbfinale in München ist absolut cool. So ein großes Erlebnis wie am Dienstagabend wird nicht durch die Auslosung geschmälert.“

Wer am 30. Mai den Pokal in den Berliner Himmel ragen wolle, müsse so oder so irgendwann die Bayern aus dem Weg räumen. Klopp weiß das aus der jüngeren Vergangenheit, als Borussia Dortmund 2012 mit 5:2 gewann und im letzten Jahr erst in der Verlängerung mit 0:2 unterlegen war. Nun kommt es bereits eine Runde vorher am 28. April in München zum erneuten Giganten-Treffen. „Die sind nicht so häufig für uns ausgegangen, das ist mir schon aufgefallen“, weiß Klopp, „aber ich habe nicht das Gefühl, dass wir heute schon chancenlos wären.“

Der Schwung, den der Trainer sich vom eigenen nervenaufreibenden 3:2 über Hoffenheim erhofft, soll der BVB nun auch durch die Bundesliga begleiten. Am Samstag (15.30 Uhr) geht’s zur anderen Borussia nach Mönchengladbach. Wenn sie am Freitag trainieren können, sind dann auch Marco Reus und Mats Hummels wieder dabei. Die Fohlen hätten durch das Aus in Bielefeld „einen großen Schock erlitten“, findet Klopp, aber: „Ich glaube nicht, dass Lucien Favre schon aufgegeben hat und sagt, sie hätten keine Chance mehr gegen uns.“

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