Gummibärchen-Attacke verfehlt BVB-Trainer Jürgen Klopp knapp

Glück gehabt: BVB-Trainer Jürgen Klopp entgeht einer Gummibärchen-Attacke knapp.
Glück gehabt: BVB-Trainer Jürgen Klopp entgeht einer Gummibärchen-Attacke knapp.
Foto: dapd
Im Verfolgerduell der Fußball-Bundesliga kochten die Emotionen auch abseits des Platzes hoch. Ein Leverkusen-Fan versuchte den BVB-Trainer mit einer Tüte Gummibärchen zu attackieren. Das Wurfgeschoss verfehlte den Trainer knapp. BVB-Fans nehmen die Attacke mit Humor und fordern "Stadionverbote für Gummibärchen".

Leverkusen.. Im Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund ging es nicht nur auf dem Platz mächtig zur Sache. Am Rande des Geschehens kochten die Emotionen. Nachdem Jürgen Klopp zunächst mit einigen Leverkusen-Offiziellen aneinander geraten war, versuchte ein Leverkusen-Fan den BVB-Trainer mit einer Tüte Gummibärchen zu bewerfen. Das Geschoss verfehlte den Trainer nur knapp.

Im BVB-Forum schwatzgelb.de nehmen die User die Attacke mit viel Humor. Die einen fordern "Stadionverbote für Gummibärchen", andere identifizierten die Täter als "Chaoten der sog. Brigade Gummi", den "Ultras von Haribo". Nur wenige haben Angst, in deutschen Stadion künftig auf die Goldbären verzichten zu müssen.

Wurfgeschosse in der Bundesliga? Da war doch was: Im April 2010 hatte der damalige HSV-Profi Paolo Guerrero mit einem Flaschenwurf auf einen Fan für Aufregung gesorgt. Mit voller Wucht hatte der Stürmer, heute in Diensten von Corinthians Sao Paulo, einen HSV-Anhänger am Kopf getroffen. Guerrero wurde damals für fünf Spiele gesperrt und zu einer saftigen Geldstrafe verurteilt.

Derartige Sanktionen muss der Leverkusen-Täter wohl nicht fürchten. Auch Stadionverbote für Gummibärchen scheinen unwahrscheinlich, obwohl ein schwarz-gelb.de-User in dem Anschlag "versuchte Körperverletzung" ausgemacht hat. "Man stelle sich vor die gezackte Seite, wo man die Tüte aufreißt, trifft den Augapfel..." (we)

Olympia-Flaschenwerfer zu sozialer Arbeit verurteilt

Ein 34 Jahre alter Mann, der beim Start des 100-Meter-Finales bei den Olympischen Spielen in London eine Plastikflasche in Richtung Usain Bolt geworfen hatte, ist zu acht Wochen sozialer Arbeit verurteilt worden. Der 34-jährige Ashley Gill-Webb wurde im Januar vom Stratford Magistrates Court der Störung der öffentlichen Ordnung für schuldig befunden. Der Thames Magistrates Court in London setzte nun das Strafmaß fest.

Laut Berichten der Nachrichtenagentur Associated Press leidet Gill-Webb an einer bipolaren Störung. Betroffene sind abwechselnd euphorisch und depressiv gestimmt. Gill-Webb soll während der Tat euphorisch und manisch gewesen sein. Er hatte sich mit einem alten Ticket Zutritt zum Olympiastadion verschafft.

Zeugen hatten beobachtet, wie Gill-Webb den jamaikanischen Weltrekordhalter beschimpft und verbal bedroht hat, während er sich auf den Zuschauersitzen vordrängelte und die Plastikflasche hinter die Startlinie schleuderte. Der Vorfall ereignete sich am 5. August vorigen Jahres vor dem 100-Meter-Finale, das Bolt gewann. Die holländische Judoka Edith Bosch hatte zufällig dabeigestanden und den Mann, der aus der Grafschaft Yorkshire kommt, überwältigt. (dpa)

 
 

EURE FAVORITEN