Gladbach will in Ingolstadt aggressiv sein

Michael Ryberg

Mönchengladbach.  Seit 16 Bundesliga-Spielen weigert sich Granit Xhaka beharrlich, seine fünfte Gelbe Karte abzuholen. Am 3. Oktober beim 2:0-Heimsieg über den VfL Wolfsburg wurde der Kapitän von Borussia Mönchengladbach letztmals vom Unparteiischen verwarnt. Dass es den Schweizer Nationalspieler am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Ingolstadt treffen könnte, ist allerdings wahrscheinlich. Beim 0:0 im Hinspiel nämlich trieb der Fußball-Bundesliga-Neuling die Borussen und speziell Xhaka mit einer frech aggressiven Gangart zur Weißglut.

Der Frust über die Nullnummer gegen penetrant auf der Regelgrenze agierende Schanzer entlud sich bei Xhaka vier Minuten vor dem Spielende. Für den Kung-Fu-Tritt gegen Konstantin Engel fischte Referee Marco Fritz den roten Karton aus der Gesäßtasche. Der fortwährende Trash Talk auf dem Spielfeld hatte Xhaka den Nerv gezogen. Er kassierte seinen zweiten von drei Feldverweisen in der Hinrunde.

Bissiges Treffen erwartet

Nun hat sich Borussias 23-jähriger Anführer in der Rückserie bisher gar nichts zu schulden kommen lassen. Gleichwohl hebt sein Cheftrainer André Schubert hervor, dass er am Samstag im Audi-Sportpark mit einem ähnlich bissigen Treffen rechnet wie am 7. November im Borussia-Park. „Ich will eine aggressive Elf auf dem Platz sehen. Granit mit eingeschlossen“, so Schubert.

Vermutlich hat der Trainer auch das 0:3 der Schalker an gleicher Stelle vor einer Woche im Hinterkopf. Lauf- und kampfschwach hatte sich Königsblau im Kampf um die europäische Startberechtigung eine Blamage erlaubt. Das soll Gladbach nicht widerfahren. Obwohl: Auf Reisen holte Borussia zuletzt zwei von 24 möglichen Punkten. Für Champions-League-Ambitionen zu wenig.