Gewundert

Die Bremer, das hatte Nils Petersen vor wenigen Tagen in einem Interview sinngemäß gesagt, dürften sich im Laufe der Rückrunde noch ziemlich wundern.

Was in diesen Worten mitschwang, das war ganz viel Unverständnis, Ärger, vielleicht sogar Wut. Denn wirklich oft war der Stürmer, der einst als großes Talent galt und für viel Geld von Energie Cottbus zu Bayern München gewechselt war, in der Hinrunde nicht zum Einsatz gekommen beim SV Werder. Zuletzt saß er dort zumeist nur auf der Tribüne, weswegen man ihn zum SC Freiburg - also ungewöhnlicherweise zu einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt - ziehen ließ.

Am Samstag nun kam es wie angekündigt: Petersen erzielte bei seinem Debüt einen Hattrick - und in Bremen dürfte man sich ziemlich gewundert haben.

Dass aus dem Wundern kein Ärgern wurde, lag vor allem an Franco di Santo, der gegen Berlin doppelt traf und dafür sorgte, dass sowohl Bremen als auch Freiburg plötzlich den Anschluss zum Mittelfeld geschafft haben - worüber sich der eine oder andere Vereinsverantwortliche arg gewundert haben dürfte. Zum Beispiel in Hamburg, Stuttgart oder Dortmund. Blieben diese Teams am Wochenende doch allesamt ohne eigenen Torerfolg und belegen nun die Ränge 16 bis 18.

Vielleicht hätte man dort auch mal über Petersen nachdenken sollen. Auch wenn sich der eine oder andere Fan darüber sicher gewundert hätte.

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