Yahia verlängert Vertrag beim VfL bis 2014

Michael Eckardt
Wollen den VfL Bochum gemeinsam wieder nach oben führen: Anthar Yahia und Christoph Dabrowski. Foto: Friedemann Vogel/Getty Images
Wollen den VfL Bochum gemeinsam wieder nach oben führen: Anthar Yahia und Christoph Dabrowski. Foto: Friedemann Vogel/Getty Images
Foto: Bongarts/Getty Images

Bochum. Am Mittwochmittag, nach dem Training, wähnte sich Anthar Yahia lediglich auf „einem guten Weg“. Eine Entscheidung, so der algerische Nationalspieler, über die angestrebte Vertragsverlängerung, werde in den kommenden Stunden „sicher nicht“ fallen. Ein Irrtum: Noch bevor die Sonne untergegangen war, hatte Yahia seinen Kontrakt mit dem VfL Bochum um zwei Jahre - bis 2014 - verlängert.

Eigentlich habe er sich ja, so der Abwehrspieler, mit Ausnahme der kurzen Zeit unter dem Trainer Heiko Herrlich, in Bochum immer wohl-, gut aufgehoben und akzeptiert gefühlt. Daran wolle man auf Seiten des Vereins wohl anknüpfen, das hätten die Gespräche mit den Verantwortlichen ergeben. Dass Yahia in diesem Zusammenhang auch den demnächst scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Altegoer als Gesprächspartner nannte, ist zumindest erwähnenswert.

Für den VfL Bochum ist dieser nicht auf die Bundesliga reduzierte Kontrakt in zweifacher Hinsicht wichtig. Einerseits darf man, eine entsprechend gute Verfassung vorausgesetzt, Yahia sicher als besten der aktuellen Bochumer Defensiv-Spieler ansehen, andererseits lässt man - nach außen wie nach innen - mit dieser Vertragsverlängerung keinen Zweifel an den eigenen Ambitionen. Der VfL Bochum will wieder nach oben, soll das signalisieren. Und drittens will man rechtzeitig einen Anker setzen vor den Umwälzungen des kommenden Sommers. Schließlich laufen die Verträge von fünf Abwehrspielern (Concha, Pfertzel, Maltritz, Mavraj, Fabian) aus. Man wird also ohnehin alle Hände voll zu tun bekommen.

Yahia gehört natürlich am Samstag in Karlsruhe zu den gesetzten Akteuren, wie auch die übrigen Defensiv-Spieler, die zuletzt erste Wahl waren. Grundsätzlich will Friedhelm Funkel aber beim KSC in die Offensive gehen. Das Sturmduo Chong Tese und Mahir Saglik „bietet sich an“, sagte Funkel, lobte Marc Rzatkowski („Er hat sehr gut trainiert“) und legte sich bereits fest, dass Giovanni Federico „dahinter“, also hinter den beiden Angreifern spielen wird. Somit hat er die Wahl zwischen einer Mittelfeld-Raute oder einem 4-1-3-2-System.

Denkbar ist eine Mittelfeldbesetzung mit Federico, Christoph Dabrowski, Milos Maric und Andreas Johansson, der, so Funkel, im Training ein „Zeichen gesetzt“ habe. Alternativ zu Johansson oder Maric könnte Rzatkowski ins Spiel kommen - das wäre dann die offensivste der denkbaren Formationen.