VfL-Trainer Gertjan Verbeek unzufrieden mit Test: „Das Spiel hat mir nicht gefallen“

Dominik Hamers
Gertjan Verbeek.
Gertjan Verbeek.
Foto: firo

Vaals. Zum Abschluss des Trainingslagers im niederländischen Vaals hat Zweitligist VfL Bochum im Testspiel gegen St. Gilloise nur 0:0 gespielt. Trainer Verbeek war unzufrieden.

Es blitzte nur selten auf, das Können der Bochumer Profis. Es mag daran gelegen haben, dass am sechsten Tag des Trainingslagers einfach die Kräfte geschwunden waren. Dass diese letzte Einheit bei den schwülen Temperaturen für die meisten Spieler eine große Qual bedeutete.

Dem VfL fehlte die Spritzigkeit

So wirkte es zumindest. Denn dem VfL fehlte im Testspiel gegen den belgischen Zweitligisten Royale Union St. Gilloise einfach die Spritzigkeit. Das 0:0 stellte Trainer Gertjan Verbeek daher nicht zufrieden: „Meine Erwartungen waren höher“, erklärte der Niederländer. Er könne jetzt darüber sprechen, dass seine Mannschaft mehr Torchancen gehabt habe – was richtig war –, oder darüber, dass sie das bessere Team gewesen war. Auch das stimmte. „Aber das Spiel hat mir nicht gefallen. Wir hätten gewinnen müssen“, befand der Niederländer. Er hatte sich ein Erfolgserlebnis gewünscht.

Dafür hätte Kevin Stöger nach dem Seitenwechsel sorgen können. Der Österreicher scheiterte mit einer Direktabnahme nach einer präzisen Flanke von Selim Gündüz an Torhüter Adrien Saussez (71.). Es war die beste Aktion der Bochumer, mit dieser Ausnahme im zweiten Durchgang ohne Durchschlagskraft geblieben waren.

Vor dem Wechsel hatte es besser ausgesehen

Vor dem Wechsel hatte es noch etwas besser ausgesehen: Johannes Wurtz hatte eine gute Chance nach Vorlage von Thomas Eisfeld, erwischte den Ball aber nicht richtig (26.), Dimitrios Diamantakos traf nach starker Vorarbeit von Soares nur den Pfosten (34.), Lukas Hinterseer schoss aus kurzer Distanz neben das Tor.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Österreicher mit Knieproblemen zu kämpfen. Denn bei einem Zweikampf in der 21. Minute hatte er einen Schlag auf das Gelenk bekommen. Hatte er zunächst angedeutet, weiterspielen zu können, musste er nach dem Torschuss ausgewechselt und in der Kabine behandelt werden. Später gab er Entwarnung. „Es ist nichts Dramatisches“, sagte er auf Nachfrage.

Weilandt musste einspringen

Dafür musste der eigentlich für eine Pause vorgesehene Tom Weilandt einspringen. Und diese Rolle übernahm er auch im zweiten Durchgang, als Trainer Verbeek seine Elf komplett durchgewechselt hatte. Da sprang Weilandt für Roussel Canouse ein, nachdem dieser einen Ball mit voller Wucht gegen das Gesicht bekommen hatte. Diese Wechsel störte den Spielfluss der Bochumer. „Das sind aber Entschuldigungen, die ich nicht anbringen möchte“, sagte Verbeek dazu.