VfL gewinnt Test gegen U23 von Schalke - Bangen um Gyamerah

Jan Gyamerah.
Jan Gyamerah.
Foto: firo
  • Sollte auch der Jungprofi ausfallen, muss Trainer Verbeek in der Abwehr wieder improvisieren
  • Beim 4:0 gegen Schalkes U23 fielen drei der vier Tore erst in den letzten zehn Minuten
  • Arvydas Novikovas ist physisch auf der Höhe und könnte bald eine Alternative werden

Bochum.. VfL Bochum - Schalke 04 U23 4:0 (1:0)

VfL Bochum: Dornebusch (46. Kompalla) - Gyamerah (42. Kouadio), Hoogland (46. Canouse), Dawidowicz, Perthel (46. Rieble) - Wydra, Merkel - Gündüz, Saglam (46. Bapoh), Novikovas - Quaschner (46. Pavlidis)

Tore: 1:0 Saglam (6.), 2:0 Pavlidis (80.), 3:0 Pavlidis (83.), 4:0 Bapoh (90.)

Hoffentlich geht das gut aus. Bei dem so genannten „Angebotsspiel“ des VfL Bochum, Gegner war diesmal die U23 des FC Schalke 04, sank Jan Gyamerah gestern noch vor der Halbzeitpause zu Boden und musste ausgewechselt werden. Es hatte Knacks gemacht in den Adduktoren. Ob es den in der Vergangenheit so sehr und so lange von Verletzungen geplagten Außenverteidiger, der in den letzten Wochen einen guten und stabilen Eindruck gemacht hatte, erneut schlimmer erwischt hat, wird sich zeigen. Sollte das der Fall sein, dann hat der VfL Bochum ein massives Problem, denn die Nummer eins auf der rechten Außenbahn, Stefano Celozzi, ist ja derzeit ebenfalls verletzt.

VfL-Trainer Gertjan Verbeek, der seinem Assistenten Jan de Jonge bei dieser Gelegenheit den Vortritt ließ, hatte gegen den Schalker Unterbau etliche Stammspieler außen vor gelassen. Felix Bastians, der ja aktuell leichte Schwierigkeiten mit dem Sprunggelenk hat, Tom Weilandt, Torhüter Manuel Riemann, Peniel Mlapa, Marco Stiepermann, Johannes Wurtz und Thomas Eisfeld wurden allesamt geschont. Über die volle Spielzeit gingen dagegen Dominik Wydra, Pawel Dawidowicz, Alexander Merkel, Selim Gündüz und Arvydas Novikovas.

Vermutlich wird es nun nicht mehr lange dauern, bis Novikovas wieder im Profiaufgebot auftauchen wird. Die dafür nötige Physis hat der Litauer, der sogar in der Schlussphase dieser Partie noch aufs Gas gehen konnte, nämlich inzwischen. Mit einem Eckball und einem scharf nach innen gespielten Pass bereitete Novikovas die beiden Tore von Evangelos Pavlidis zum 2:0 und 3:0 vor. Und schließlich durfte sich auch noch A-Junior Ulrich Bapoh über ein Tor freuen. Sein Kopfball beendete ein Spiel, das den Schalker Regionalligisten allerdings erst in den letzten Minuten überforderte.

Anschließend tat sich nur wenig im Schalker Strafraum

Zuvor hatten sich die Gelsenkirchener, um die es gar nicht gut steht in der Meisterschaft, bei widrigen Wetterverhältnissen ausgezeichnet zu behaupten gewusst. Zwar war der VfL, nachdem Nils Quaschner den Ball früh an die Latte gehämmert hatte, bereits nach wenigen Minuten durch Görkem Saglams Flachschuss aus 18 Metern in Führung gegangen, doch anschließend tat sich nur wenig im Schalker Strafraum. Die Chancen, die sich die Hausherren erarbeiteten, waren nicht unbedingt zwingend. So wurde Merkels Volleyabnahme geblockt, und Quaschner, der sich physisch ganz offenbar auch auf einem guten Weg befindet, erwischte den Ball nach Saglams Ecke nicht gut genug.

Nach Seiten- und Spielerwechsel änderte sich zunächst wenig. Die Bochumer beherrschten das Spiel, aber klare Chancen blieben Mangelware. Canouse und Pavlidis brachten nach Standardsituationen beide den Ball per Kopf nicht über die Linie. Die vielleicht beste Möglichkeit der Gastgeber nach der Halbzeitpause vergab dann jedoch Novikovas, der frei stehend zu lange wartete.

Doch dann ließen plötzlich Kraft und Konzentration bei den jungen Schalkern rapide nach, die Lücken in der Gästeabwehr wurden größer - und der VfL hatte keine Mühe, wie geschildert, das Ergebnis innerhalb von zehn Minuten in die Höhe zu schrauben.

Für den heutigen Donnerstag hat Gertjan Verbeek seinen Spielern einen freien Tag gewährt, danach beginnt die Vorbereitung auf die Auswärtspartie in Kaiserslautern.

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