VfL erwartet eine Stimmung wie noch nie

Bochum. „Diese Unterstützung durch unsere Fans war vor einigen Monaten undenkbar. Ich bin davon überzeugt, dass wir am Mittwoch eine Stimmung haben werden, wie sie hier noch niemals war.“ Auf den Ärger folgte nicht nur bei Friedhelm Funkel der Trotz - und die Hoffnung, mit den eigenen Anhängern im Rücken das Blatt noch wenden zu können im zweiten, entscheidenden Relegationsspiel gegen Mönchengladbach.

Die Ausgangslage ist klar: Der VfL Bochum benötigt erst einmal ein Tor, um das Duell wieder auf Null zu stellen. Dabei dürfe man dem Gegner „nicht ins offene Messer rennen“, räumte Slawo Freier ein. Ein Gegentor - und die Geschichte dürfte sich erledigt haben für die Bochumer. Dann müsste der VfL nämlich schon dreimal treffen.

Freier spielt übrigens in Funkels Planungen eine zentrale Rolle, diesmal als Alternative zum gesperrten Björn Kopplin. „Wenn der Trainer sagt, ich soll das spielen, dann spiele ich das“, sagte der 31-Jährige, der nur fünf Minuten später Funkels Antwort hatte. „Slawo wird hinten rechts spielen, ohne wenn und aber. Er hat jetzt schon meine volle Rückendeckung und bekommt die natürlich auch in diesem Fall.“

Aufstellung beinahe unverändert

Womit sich die Mannschaft praktisch von selbst aufstellen würde. Denn Friedhelm Funkel sprach auch vom „besten Spiel meiner Mannschaft in dieser Saison“. Heißt: Bis auf eine erzwungene Änderung (Freier für Kopplin) und eine erwünschte (Azaouagh) wird alles so bleiben, wie es im Borussia-Park war - wenn Mirkan Aydin, der Fieber bekommen hatte und nach 45 Minuten „platt“ war, rechtzeitig auf die Füße kommt, und wenn Azaouagh risikolos spielen kann. Nach den zehn Minuten von Mönchengladbach, die nur dank einiger Spritzen möglich waren, setzten nämlich die Schmerzen wieder ein. Am Sonntag, hofft Funkel, kann der kleine Allrounder wieder mittrainieren. Hält er dann der Belastung stand, dürfte er erste Wahl sein am Mittwoch.

Ein anderer Hoffnungsträger, an dem sich die Gladbacher fast die Zähne ausgebissen hätten, blieb erneut cool. Für Andreas Luthe, der laut Funkel „wieder gezeigt“ hatte, „welch’ guter Torwart er noch werden kann“, hat sich „nicht viel geändert“: „Nächste Woche sieht es anders aus, da spielen wir in Bochum.“

 
 

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