VfL Bochum verliert erneut - Und hält trotzdem die Klasse

Der Anfang vom Ende: Luthe ist geschlagen, Münchens Osako muss nur noch einschieben zum 1:0.
Der Anfang vom Ende: Luthe ist geschlagen, Münchens Osako muss nur noch einschieben zum 1:0.
Foto: Imago
Trotz einer erneuten Niederlage kann der VfL Bochum den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga feiern. Das Team von Trainer Peter Neururer unterlag am 33. Spieltag zwar dem TSV 1860 München mit 0:2, ist jedoch dank der gleichzeitigen Pleiten von Bielefeld und Dresden gerettet.

München. Der VfL Bochum hat sich zum Klassenerhalt geduselt, zum Feiern zumute war beim Zweitligisten niemand.

Als das verdiente 0:2 beim TSV 1860 München abgepfiffen wurde, sanken etliche Bochumer geschlagen zu Boden. Noch nicht wissend, dass andere sie gerade gerettet hatten: Dank der Niederlage von Dresden (0:4 in Kaiserslautern) und des 0:0 von Arminia Bielefeld gegen den FSV Frankfurt ist der VfL erneut mit einem blauen Auge davongekommen. Am letzten Spieltag kämpfen nur noch Bielefeld und Dresden um Relegationsplatz 16, Bochum hat Platz 15 sicher.

Nur Platz 15.

Trotz der zuletzt drei Niederlagen darf der VfL also ab sofort für sein fünftes Zweitliga-Jahr planen – es wird erneut auf einen Umbruch hinauslaufen. „Alles kommt auf den Prüfstand, wir werden in dieser Woche sicher viel reden“, sagte Sportvorstand Christian Hochstätter unmittelbar nach dem Ende des Zitterns. Damit sind neben den neun Spielern, deren Verträge auslaufen, auch die noch länger gebundenen Profis gemeint. Auch die Position von Trainer Peter Neururer, im Vorjahr noch der gefeierte Retter, steht zur Diskussion. Ein klares Bekenntnis zum Trainer, der noch bis 2015 unter Vertrag steht, gab es bisher jedenfalls nicht. „Ich habe meine Meinung zu dieser Saison“, sagt Hochstätter nur. Erst nach der Spielzeit aber wollen die Vereinsbosse die persönlichen Rechnungen servieren für die hohe Zahl der Frust-Erlebnisse. „Glückwünsche für den Klassenerhalt sind nett gemeint, aber das war nicht unser Ziel“, räumte auch Neururer enttäuscht ein.

Klar ist bereits jetzt, dass der VfL Spieler benötigt, die im Strafraum des Gegners nicht alles vergessen, was mit Abschluss und Konsequenz zu tun hat. Bei den „Löwen“ vergab erst Mirkan Aydin drei Riesenmöglichkeiten, ehe Osako die bis dahin ordentlichen Bochumer schockte (30.). Auch nach dem 0:1 und dem Wechsel gab es zahlreichen Chancen, Sukuta-Pasu und Tasaka indes scheiterten kläglich. Benjamin Lauth machte dann mit dem 2:0 in der Nachspielzeit alles klar.

 
 

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