Bochum

VfL Bochum steht vor erstem Endspiel gegen Darmstadt 98

Ist außer Form: Lukas Hinterseer, hier im Zweikampf mit Dynamos Marcel Franke (r).
Ist außer Form: Lukas Hinterseer, hier im Zweikampf mit Dynamos Marcel Franke (r).
Foto: Sebastian Kahnert
  • Nach vier Niederlagen in Folge geht es für den VfL Bochum am Freitag gegen Darmstadt - den Zweitliga-Sechzehnten
  • Eine Niederlage wäre fatal

Bochum. Von einem „Endspiel“ sprach Kapitän Stefano Celozzi nach dem 0:2 in Dresden mit Blick auf Freitag. Dann kommt Darmstadt, zuletzt 1:2-Verlierer gegen Duisburg, ins Ruhrstadion. Der Tabellensechzehnte, der zwar einen Punkt weniger aufweist, aber noch ein Nachholspiel hat gegen Kaiserslautern.

Bei einer weiteren Niederlage, der fünften in Folge, wäre Bochum maximal Fünfzehnter, wenn Aue gegen Ingolstadt verliert.

Sonst droht der Relegationsrang.

Die Lage ist bedrohlich. So bedrohlich, dass nun die Gegner der Vereinsführung zur vollen Unterstüztung aufrufen (s. Bericht unten). Rettet den VfL vor Liga 3.

Riemann ist von seiner Rückkehr selbst überrascht

„Wir dürfen die Überzeugung nicht verlieren“: Das hat Torwart Manuel Riemann gesagt mit Blick auf den Abschluss. Er selbst war „ein bisschen überrascht“, als er von seiner Rückkehr ins Tor erfuhr – es ist eine von Jens Rasiejewskis Wechselspielen, die zeigen, dass er noch keinen festen Stamm gefunden hat, der die Kohlen über ein paar Wochen hinweg aus dem Feuer holen soll.

Eine zu erwartende Konsequenz war, dass die Laufwege, die Abstimmung, die Abstände auf dem Platz oft nicht passten. Kämpferisch konnte man den VfL-Profis in Dresden – wie schon gegen Bielefeld – ja keinen Vorwurf machen. Doch es fehlte an Kraft und Stärke, den Ball ins Tor bringen zu können. Das galt auch für Sidney Sam, der durchaus spiel- und laufffreudig auftrat, aber in letzter Konsequenz doch scheiterte.

Hier ein Haken zu viel (Kruse), dort eine Flanke ins Nichts (Celozzi und Co.), weil sich vier Spieler auf einer Seite zugleich tummeln und in der Box kein Abnehmer ist.

Nachrücken funktioniert oft nicht

Auch das Nachrücken am und um den Sechzehner funktionierte nur selten. Hilflos warb Lukas Hinterseer im Zentrum das eine um das andere Mal um Unterstützung - und spielte selbst überaus glücklos.

Hinterseer hat seine Form in der Winterpause offenbar völlig verloren. Mit fünf Treffern ist er ja der statistisch gefährlichste Mann der Bochumer. Der Österreicher ist es auch, der das letzte Tor für den VfL erzielte, das 1:2 beim FC St. Pauli kurz vor Weihnachten. Doch dem Stürmer merkt man die ganze Verunsicherung an, die das Team zumindest im Abschluss zu lähmen scheint. Es gelingt ihm fast nichts.

Vertrag mit Merkel aufgelöst

Da muss in diesen Zeiten schon ein Abgang als positive Nachricht herhalten. Seit Monaten ist klar, dass die Zeit für Alexander Merkel beim VfL abgelaufen ist. Jetzt hat der Mittelfeldspieler einen neuen Klub gefunden: Der 25-Jährige wechselt zum österreichischen Bundesligisten FC Admira Wacker Mödling. Zuvor hatten der VfL und Merkel den ursprünglich noch bis Juni dieses Jahres gültigen Vertrag aufgelöst. In Österreich ist, wie in etlichen anderen Nationen auch, das Transferfenster etwas länger geöffnet als in Deutschland, wo der 31. Januar ja Stichtag war.

In Bochum kam Merkel nie zurecht. Weder unter Gertjan Verbeek noch unter Ismail Atalan oder Jens Rasiejewski konnte er sich in Szene setzen. Der ehemalige kasachische Nationalspieler absolvierte in anderthalb Jahren nur 13 Spiele für den VfL.

 
 

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