VfL Bochum: So baut Trainer Dutt sein Team nach der schwachen Woche auf

Enttäuscht nach der Niederlage in Heidenheim: Trainer Robin Dutt vom VfL Bochum.
Enttäuscht nach der Niederlage in Heidenheim: Trainer Robin Dutt vom VfL Bochum.
Foto: imago

Heidenheim. Enttäuscht verschwanden sie schnell in der Kabine, angefressen waren sie, frustriert. Nach dem späten 2:3 in Heidenheim wollten die meisten Spieler des VfL Bochum vor allem ihre Ruhe haben. Trainer Robin Dutt blieb selbstredlich auch nach der zweiten Niederlage in Folge souverän - und blickte auch schon voraus: “Wir haben unser Tief ausgerechnet in der englischen Woche genommen, das ist nie gut”, sagte er nach nur einem Punkt aus den drei Partien. Dass am Ende drei Leistungsträger fehlten, falle schon ins Gewicht, wäre als Grund aber “zu einfach”, so Dutt. Aber: “Die schwache Woche wird uns nicht umwerfen. Wir müssen jetzt gut regenerieren und dann wieder alles reinhauen”, sagte Dutt mit Blick auf das Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am kommenden Freitag. “In der Tabelle ist noch alles eng beisammen, da wird sich noch einiges ändern.”

Zum Spiel in Heidenheim erklärte Robin Dutt: “Heidenheim ist etwas besser ins Spiel gekommen, wir haben tiefer gestanden, als wir uns das vorgenommen hatten. Mit dem 1:1 konnten wir uns dann aber befreien und das Spiel drehen, durch eine unnötige Aktion gibt es dann die Gelb-Rote Karte. In Unterzahl, im 4-4-1, haben die Jungs das ganz gut gemacht, wir haben eine überschaubare Zahl an Chancen zugelassen. Wir hatten dann zwei hochkarätige Chancen von Jan Gyamerah, den der Torwart super hält, und Stefano Celozzi, der den Pfosten trifft. Mit dem 3:1 wäre der Sack wahrscheinlich zu gewesen. Dann lassen wir doch eine Flanke zu, und Freistöße zentral vor dem Tor sollte man in Heidenheim so lange nicht zulassen, so lange Marc Schnatterer hier spielt. Einen Punkt hätten wir aufgrund der kämpferischen Leistung verdient gehabt, jetzt müssen wir mit der Niederlage leben.”

Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer Sport des VfL Bochum: “Die Ausbeute aus den letzten drei Partien ist absolut enttäuschend. Wir haben in Kiel den späten Ausgleich gekriegt, gegen Dresden war die zweite Halbzeit ordentlich, die erste nicht. Heute sind wir sehr schlecht ins Spiel gekommen, irgendwie führen wir dann 2:1. Bezeichnend, dass Celozzis Schuss an den Pfosten geht. Dass Schnatterer einen starken rechten Fuß hat, ist bekannt. Wir müssen jetzt weitermachen, arbeiten, die Köpfe aufrichten.”

Anthony Losilla: “Die Jungs haben in Unterzahl überragend gekämpft. Aber es ist sehr schwer, das so lange zu schaffen ohne Gegentor. Bei der ersten Gelben Karte mache ich vielleicht ein taktisches Foul, aber die zweite Gelbe Karte darf so einem erfahrenen Spieler wie mir nicht passieren, da darf ich nicht so hingehen. Kompliment an die Mannschaft, die alles gegeben hat. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass wir hier gewinnen, wenn wir elf gegen elf zu Ende spielen.”

Stefano Celozzi: “Das ist extrem bitter, ärgerlich. Wir hatten sogar die Chance, das dritte Tor zu machen, dann gewinnen wir hier. Der Ball geht an den Pfosten, Pech. Irgendwann ist der Druck dann zu groß geworden. Die Mannschaft hat alles reingehauen, sie hat das phasenweise gut gemacht.”

Frank Schmidt, Trainer FC Heidenheim: “Wir waren 20 Minuten richtig gut im Spiel, der Ausgleich hat uns schon getroffen, und dann hat man die Qualität gesehen, die Bochum hat. Wir wollten nach der Pause den Druck hochhalten, das ist uns gelungen. Das war Leidenschaft, das war 2. Liga. Wir haben einen wichtigen Dreier eingefahren.”

 
 

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