Duisburg

VfL Bochum: Sidney Sam entschuldigt sich für Rote Karte

Sidney Sam sieht die Rote Karte.
Sidney Sam sieht die Rote Karte.
Foto: Udo Kreikenbohm. / Udo Kreikenbohm / FUNKE Foto Services

Duisburg. Beim 2:0-Erfolg gegen den MSV Duisburg avancierte Sydney Sam zum Matchwinner – und setzte seine Mannschaft durch seine Tätlichkeit für die letzten 25 Spielminuten gehörig unter Druck.

Mit seinen 31 Jahren gehört der ehemalige Schalker zu den erfahreneren Spielern des VfL Bochum. Eigentlich. Denn in der 67. Spielminute ließ sich Sam zu einer unschönen Szene hinreißen, als er MSV-Kapitän Kevin Wolze mit einer unsauberen Aktion zu Fall brachte – Schiedsrichter Christian Dingert stellte den Torschützen zum 1:0 für die Tätlichkeit folgerichtig vom Feld.

Dass seine Mannschaft den zuvor erspielten 2:0-Vorsprung in Unterzahl dennoch über die Zeit schaukeln konnte, dürfte – gerade für den Ex-Nationalspieler – nicht selbstverständlich sein. Sam wusste, dass er den VfL Bochum mit seiner Roten Karte unnötig unter Druck gesetzt hatte und entschuldigte sich nach Spielschluss umgehend für sein Fehlverhalten, wie Robin Dutt auf der Pressekonferenz bestätigte: „Sidney hat sich in der Kabine bei der Mannschaft entschuldigt.“

Dutt: „Das darf ihm einfach nicht passieren“

Zwölf Minuten vor seinem Platzverweis stellte Sam die VfL-Weichen höchstpersönlich auf Sieg, als er Duisburgs Daniel Davari mit einem flachen Freistoß düpieren konnte. Als Silvere Ganvoula neun Spielminuten später gar auf 2:0 erhöhte, schien der Bochumer Sieg nicht mehr in Gefahr zu sein – bis zu ebenjener Roten Karte des Routiniers.

VfL-Trainer Robin Dutt zeigte sich ob dieser aus Bochumer Sicht glücklicherweise nicht spielentscheidenden Szene genervt. „Das war völlig unnötig, das darf ihm einfach nicht passieren“, ging der 53-Jährige mit seinem Schützling hart ins Gericht, relativierte aber gleich: „Natürlich ist es einfacher wegzustecken, wenn du gewonnen hast.“

Mannschaftsabend in Düsseldorf

Der Ex-Leverkusener Sam wird seiner Mannschaft nach dem Platzverweis auf dem Feld für unbestimmte Zeit fehlen, dem mannschaftlichen Gefüge soll die Tätlichkeit aber keinen Abbruch tun – der frischgebackene Derbysieger feiert den 2:0-Erfolg am Samstagabend gemeinsam mit seiner Mannschaft in Düsseldorf.

Für Interviews stand der 31-Jährige nach dem Spiel derweil nicht mehr zur Verfügung; von ihm getätigte Aussagen hinsichtlich der Roten Karte könnten vom DFB-Sportgericht gegen ihn verwendet werden – und Sam möchte sicherlich lieber mit Toren als durch Abwesenheit glänzen.

 
 

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