Bochum

VfL Bochum schöpft neue Energie für einfache Lösungen

Hat durch den Dreierpack in Sandhausen Selbstvertrauen geschöpft: VfL-Stürmer Lukas Hinterseer, der im Hinspiel in Braunschweig leer ausgegangen war.
Hat durch den Dreierpack in Sandhausen Selbstvertrauen geschöpft: VfL-Stürmer Lukas Hinterseer, der im Hinspiel in Braunschweig leer ausgegangen war.
Foto: Peter Steffen / dpa

Bochum. Der Countdown läuft: Fünf Tage noch, dann geht der Abstiegskampf in die entscheidende Phase, dann gastiert mit Eintracht Braunschweig eine Mannschaft an der Castroper Straße, die, wie der VfL Bochum, andere Ziele verfolgen wollte vor dem Saisonstart. 36 Punkte haben die Niedersachsen derzeit auf dem Konto, der VfL 34. Sollten die Gastgeber am Sonntag gewinnen, wären sie vorbei an der Eintracht. Das ist das Ziel.

Man könnte auf die Idee kommen, dass die Länderspielpause gar nicht im Sinne der Bochumer sei, die ja zuvor aus drei Spielen passable sieben Zähler geholt und sich dabei sehr fokussiert und kompakt präsentiert hatten. Aber VfL-Trainer Robin Dutt betrachtet sich und sein Team nicht als ausgebremst. „Manchmal ist es auch gut, in einer positiven Phase neue Energie zu schöpfen“, sagt er und fügt hinzu: „Man muss mit Pausen auch gut umgehen können.“

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Jedenfalls müssen die Bochumer trotz der Abstellungsphase nicht improvisieren. Aus der aktuellen Stammelf ist lediglich Robbie Kruse zur australischen Nationalmannschaft, die am heutigen Dienstag in London gegen Kolumbien antritt, abkommandiert. Am Donnerstag werden Kruse und die jungen Akteure Janni Serra, Philipp Ochs, Görkem Saglam und Tom Baack, die für die diversen Nachwuchsmannschaften des DFB im Einsatz sind, zurück erwartet. Verletzt fehlen derzeit nur Luke Hemmerich, der am Donnerstag auch wieder dabei sein soll, Maxim Leitsch und Timo Perthel. Somit standen Dutt gestern immerhin 17 Feldspieler zur Verfügung, in zwei Tagen darf man ein volles Haus erwarten.

Damit kann man arbeiten, und weil es sich, wie der VfL-Trainer sagt, um eine „verdammt lange Woche handelt“, ist am Mittwoch noch einmal frei. Das kommt auch den reisenden Auswahlspielern zugute und soll sich insgesamt günstig auf das Niveau auswirken. Dutt: „Ich habe lieber Qualität im Training anstatt 70 Prozent.“

Lieber Qualität als 70 Prozent

Die Qualität, die der 53-Jährige meint, besteht vor allem darin, auf dem Rasen „einfache Lösungen“ zu finden und so lange einzuüben, dass sie jedem einzelnen Spieler in Fleisch und Blut übergehen. „Ich erarbeite lieber fünf Dinge, die dann zu 90 Prozent klappen, als 20 Dinge, die nur zu fünf Prozent funktionieren“, sagt Dutt und spricht von den „fünf Grundprinzipien“, die aktuell seine Arbeit hier in Bochum bestimmen. Nennen will er diese Grundprinzipien aber nicht, antwortet er lächelnd auf die prompt folgende Nachfrage.

Und Eintracht Braunschweig, wie sehr bestimmt der Blick auf den Gegner die Vorbereitung? Dutt: „Wir wissen natürlich um Hochscheidts ansteigende Form, um Abdullahis Geschwindigkeit und Khelifis Dribbelstärke; wir wissen auch, dass Boland als Stabilisator ins Team zurückkehrt. Aber unser Matchplan orientiert sich an uns.“

 
 

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