Bochum

VfL Bochum: Schindzielorz entschuldigt sich bei den Fans

VfL-Trainer Robin Dutt (r.) und Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz.
VfL-Trainer Robin Dutt (r.) und Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz.
Foto: firo

Bochum. Sandhausen hat sich Selbstvertrauen geholt im Pokal. Nach zwei Liga-Niederlagen gegen Fürth (1:3) und den HSV (0:3) feierte der kommende Gast des VfL Bochum in der 2. Liga (Freitag, 18.30 Uhr) ein souveränes 6:0 bei RW Oberhausen.

Bei einem Viertligisten. Bei einem Gegner der gleichen Klasse, dem FC Weiche Flensburg 08, ist der VfL bekanntlich torlos gescheitert (0:1). Von „katastrophal“ (Anthony Losilla) bis „blamabel“ (Tim Hoogland) reichte die Palette der scharfen Selbstkritik. Auch der Geschäftsführer Sport, Sebastian Schindzielorz, fand am Tag nach der Pleite klare Worte: „Unser Spiel war absolut enttäuschend“, sagte Schindzielorz zur WAZ. „Wir müssen uns bei den mitgereisten Fans entschuldigen.“

Als Zweitligist, noch dazu mit dem Derby-Sieg in Duisburg im Nacken, sei man als „haushoher Favorit“ nach Flensburg gereist, so Schindzielorz. „Wir müssen dort anders auftreten und gewinnen.“

In drei Tagen aber schon geht es weiter gegen Sandhausen. „Wir müssen zusehen, dass wir am Freitag eine gute Leistung abliefern“, fordert Schindzielorz.

Dass es keine - im Etat für 2018/19 nicht eingeplante - Zusatzeinnahmen gibt, ist ein weiteres Ärgernis, das indirekt Konsequenzen haben könnte. Schindzielorz schließt nicht aus, dass sich bis zum Transferschluss am 31. August „noch etwas bewegen kann, in beide Richtungen. Aber wir müssen auch unser Budget im Auge behalten.“

Denkbar wäre etwa die Verpflichtung eines linken Innenverteidigers – wünschenswert, zumindest aus der Perspektive eines geneigten Fans und Freundes von Toren, eine Offensivkraft mit Torgefahr. Das Erschreckende am Aus war ja nicht die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise. Der VfL bemühte sich, doch es mangelte an Ideen, an Spielwitz, an Durchschlagskraft, an Durchsetzungsvermögen.

Tom Weilandt und Milos Pantovic waren nicht in der Lage, auf dem Flügel mal ein Eins-gegen-Eins-Duell für sich zu entscheiden und so wichtige Räume zu schaffen, Lukas Hinterseer hinkt seiner Rückrunden-Form weit hinterher. Flensburg verteidigte gut, aber nicht sehr gut – Bochums Offensive, erstmals von Beginn an im 4-4-2 formiert, enttäuschte auf ganzer Linie.

Was macht Hoffnung? Natürlich die zu erwartende Rückkehr eines Teils der offensiven Stammreihe im 4-2-3-1. Sidney Sam wird zwar noch zwei Spiele ausfallen nach seiner Roten Karte. Aber mit Robbie Kruse, der aufgrund seiner Tiefe und seines Tempos offenbar unverzichtbar ist für den VfL, ist zu rechnen. Womöglich auch mit Sebastian Maier. Ob der potenzielle Spielgestalter nach überstandener Knieverletzung und folgender Krankheit aber wieder fit genug ist, wird sich frühestens beim ersten Training der Woche an diesem Dienstag zeigen.

 
 

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