VfL Bochum kann in Paderborn auf Rang eins klettern

Lukas Hinterseer wird wohl wie gegen den SV Sandhausen auch beim SC Paderborn 07 der Ein-Mann-Sturm des VfL Bochum sein.
Lukas Hinterseer wird wohl wie gegen den SV Sandhausen auch beim SC Paderborn 07 der Ein-Mann-Sturm des VfL Bochum sein.

Es ist ganz offensichtlich so, dass Robin Dutt augenblicklich ausgezeichnete Laune hat. Er lacht viel, er schmunzelt viel. Und es ist sicher, dass dieses gute Gefühl sogar noch besser werden könnte. Sollten die Fußballer des VfL Bochum nämlich am Freitagabend (18.30 Uhr, Benteler-Arena) ihre Partie beim SC Paderborn 07 gewinnen, wären sie Spitzenreiter der 2. Bundesliga. Zumindest für eine Nacht. „Das wäre super, wenn wir nachlegen könnten“, sagt der 53-jährige VfL-Trainer. „Das hätte ja auch Auswirkungen auf die tabellarische Situation der nächsten vier, fünf Wochen.“

Und Robin Dutt weiß auch ganz genau, dass sich viele dafür interessieren, ob er die Saisonpunkte sieben, acht und neun mit einem Stürmer oder zwei Spitzen holen will. „Die Frage kann man stellen“, sagt er und schmunzelt schon wieder. Eine Antwort gibt er aber nicht, ob er wie beim 1:0 gegen den SV Sandhausen nur mit Lukas Hinterseer oder wie beim Pokal-Aus beim Regionalligisten SC Weiche Flensburg auch mit Silvère Ganvoula stürmen wird. Er gibt seine taktischen Gedankenspiele nicht preis. „Das wäre fahrlässig“, sagt Robin Dutt.

Schritt nach vorne gegen Sandhausen

Ein Geheimnis ist es auch noch, welche Rolle Sebastian Maier spielen wird – oder eben nicht. „Er hat die Trainingswoche gut überstanden“, sagt der VfL-Coach. Und? „Ich habe mir die ganze Spanne offengehalten – von fährt mit bis gar nicht.“ Dass der 24-jährige Mittelfeldmann, der von Hannover 96 ins Ruhrgebiet gekommen ist, nach seiner Knieverletzung aber in der Startelf stehen wird, erscheint unwahrscheinlich. Zumal das Schlussspielchen beim Training am Donnerstagnachmittag durchaus den Schluss zuließ, dass die rund 2000 VfL-Anhänger, die nach Paderborn fahren werden, zunächst dieselbe Elf sehen werden wie die, die am Freitag vor einer Woche gegen den SV Sandhausen begonnen hat.

Dass sich seine Mannschaft längst noch nicht auf dem Niveau bewegt, das sie in der Rückrunde der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, weiß Robin Dutt besser als kein anderer. Allerdings weist er auch alles andere als dezent darauf hin, dass sein Team gegen Sandhausen im Vergleich zum Duisburg-Spiel – „da haben wir viel zu viele Chancen zugelassen“ (Dutt) – doch einen Schritt gemacht habe. Einen Schritt nach vorne. „Wie groß der war, das sei dahingestellt“, sagt der VfL-Trainer. „Es gibt genügend Luft nach oben, aber es war bei Weitem kein schlechtes Spiel.“

Thomas Eisfeld fällt weiterhin aus

Gewiss könnte es in Paderborn nicht schaden, wenn die Bochumer eine Schüppe drauflegten. Zumal Robin Dutt festgestellt hat, dass das Team seines Gegenübers Steffen Baumgart nicht nur kämpfe, sondern bereit sei, ein hohes Risiko einzugehen. „Das zeigt, dass die Paderborner ihr Selbstbewusstsein aus der 3. Liga mitgenommen haben“, sagt der VfL-Trainer. Fehlen wird ihm der letztmals gesperrte Sidney Sam. Allerdings ist der 30-Jährige momentan auch angeschlagen.

„Er hat bis zum nächsten Punktspiel noch mehr als zwei Wochen Zeit“, sagt Robin Dutt. „Ideal wäre es, wenn er schon beim Test gegen Gladbach wieder ein paar Minuten spielen könnte.“ Am Donnerstag (6. September, 18.30 Uhr) trifft der VfL in Willingen auf den Erstligisten. Von einem Einsatz ist Thomas Eisfeld wegen seiner Patellasehnenprobleme indes noch sehr weit entfernt. „Leider zieht sich die Geschichte weiter hin“, sagt der Bochumer Cheftrainer. „Wir werden uns deshalb auch noch einmal eine zweite Meinung einholen.“

 
 

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