Bochum

VfL Bochum: Kampfansage von Trainer Jens Rasiejewski

„Es reicht“, sagt Jens Rasiejewski mit Blick auf die negative Stimmung. Und setzt auf die Wende in Aue.
„Es reicht“, sagt Jens Rasiejewski mit Blick auf die negative Stimmung. Und setzt auf die Wende in Aue.
Foto: WAZ FotoPool

Bochum. Gewohnt ruhig, aber mutiger, selbstbewusster, ja: kampfbereiter tritt Jens Rasiejewski am Freitagnachmittag vor die Presse. Der Bus steht schon startklar am Stadion, die ersten Spieler nehmen Platz, als der aktuelle Trainer des VfL Bochum im Medienraum ein paar Meter weiter auf seine bisher fünf Partien zurückblickt - und vorausschaut.

Mit Optimismus. Das Spiel in Aue, sagt der Fußball-Lehrer, könnte ein „Startpunkt“ sein hin zu besseren Zeiten: „Wir fahren mit einem positiven Gefühl nach Aue.“

Jetzt muss seine Mannschaft „nur“ noch liefern. Am Sonntag, Anpfiff 13.30 Uhr.

Der Coach des VfL zieht seinen Optimismus aus der turbulenten Vergangenheit und der personellen Lage in der Gegenwart. Immer wieder, betont der Fußball-Lehrer, habe es in dieser Saison Rückschläge gegeben, er habe die Mannschaft vor fünf Wochen in einer „emotionalen Schieflage“ übernommen.

Verletzte, Sperren, Suspendierungen kamen hinzu, sagt er, und ein Stück Rechtfertigung klingt dabei schon durch: „Wir haben eine schwierige Phase hinter uns.“

Alle Schlüsselspieler sind an Bord

Erstmals aber habe er nun alle Spieler dabei, auf die der Verein gesetzt habe bei seinem Ziel Aufstieg, aus dem ein Abstiegskampf geworden ist. Tim Hoogland ist zurück, Kevin Stöger, Robbie Kruse, sie alle werden von Beginn an spielen.

Rasiejewski, auch das ist neu, machte aus seiner Aufstellung in Teilen kein großes Geheimnis. So werden Hoogland und Bastians die einst etatmäßige Innenverteidigung bilden.

Anthony Losilla dürfte als Sechser agieren, ob neben Stefano Celozzi, ist noch offen. Der Kapitän könnte auch wieder als Rechtsverteidiger auflaufen und Jan Gyamerah eine Position vorrücken.

Denn Luke Hemmerich konnte wegen muskulärer Problemen nicht mitfahren, ebenso wie Thomas Eisfeld und Maxim Leitsch, für die das Spiel in Aue „noch zu früh“ käme. Selim Gündüz wusste zuletzt nicht wirklich zu überzeugen.

Das geplante Ende der Positions-Rotation

Rasiejewski hat zuletzt im Team positionell kräftig rotiert, er hatte unter anderem Felix Bastians links offensiv eingesetzt und Linksverteidiger Danilo Soares im Zentrum. Dies auch wegen der Ausfälle der potenziellen Stammkräfte, sagt er. „Oberstes Ziel“ sei es nun, eine „klare Hierarchie innerhalb der Mannschaft aufzubauen, eine positive Stimmung zu erzeugen“, betont der Trainer nach einem Sieg, drei Remis und einer Niederlage unter seiner Regie. Es gelte, „Automatismen zu entwickeln“.

Entscheidung vor der Winterpause

Klar ist aber auch: Eine Pleite in Aue, erst Recht mit allen etablierten Profis, würde die Krise beim VfL weiter verschärfen. Rasiejewski selbst, das ist der Fahrplan des Klubs, soll die Mannschaft danach noch gegen Union Berlin, Regensburg und St. Pauli trainieren.

Zur Winterpause ist mit einem neuen Coach zu rechnen. Zwischen dem Spiel in Hamburg am 18. Dezember und Weihnachten liegen ein paar Tage, sagt Sportvorstand Christian Hochstätter zur Trainerfrage, „und bis dahin wissen wir, was zu tun ist.“ Im Moment, so der Vorstand, „konzentrieren wir uns ganz auf Aue.“

 

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