VfL Bochum holt Routinier Tiffert - Brügmann geht

Michael Eckardt
Christian Tiffert wechselt zum Zweitligisten VfL Bochum.
Christian Tiffert wechselt zum Zweitligisten VfL Bochum.
Foto: imago
Der nach Smail Morabit und Rückkehrer Heiko Butscher dritte externe Neuzugang des VfL Bochum, Christian Tiffert, ist auch wegen seiner Stärke bei ruhenden Bällen verpflichtet worden. In diesem Punkt soll er den zum FC St. Pauli gewechselten Marc Rzatkowski ersetzen.

Bochum. Heißt man nicht David Beckham, dann verschwindet man recht schnell aus dem Bewusstsein der europäischen Fußball-Fans, wenn man sein Geld in den USA verdient. Christian Tiffert (31) kehrt nun aus der nordamerikanischen Fußball-„Diaspora“ zurück, er ist nach Smail Morabit (24) und Rückkehrer Heiko Butscher (32) der dritte externe Zugang des VfL Bochum. Der Routinier, der nahezu alle Mittelfeld-Positionen bekleiden kann, hat einen Vertrag bis 2015 unterschrieben.

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Dass Peter Neururer die treibende Kraft hinter dieser Verbindung war, darf man getrost unterstellen. Beim MSV Duisburg, wo Tiffert, zu Beginn seiner Karriere einer der „jungen Wilden“ des VfB Stuttgart, für drei Jahre vor Anker gegangen war, kreuzten sich ihre Wege. Danach rückte Tiffert mit dem 1. FC Kaiserslautern noch einmal stärker in den Fokus, überquerte nach dem Abstieg der Pfälzer den Atlantik und heuerte bei den Seattle Sounders an. Die Mannschaft schaffte es bis ins Halbfinale der Playoffs um den Titel der Major League Soccer, scheiterte dort aber an den Los Angeles Galaxy um besagten David Beckham.

Tiffert kommt ablösefrei zum VfL Bochum

Von seinem anschließenden Rauswurf in Seattle hat Tiffert „beim Surfen im Internet“ erfahren. Er war einer von drei Seattle-Akteuren, die - den Statuten entsprechend - mehr als 350.000 Dollar verdienen durften, seine Position im Gehaltsgefüge sollte aber der ehemalige Wolfsburger Obafemi Martins bekommen.

Tiffert kommt ablösefrei und will seinen „Beitrag dazu leisten, dass wir beim VfL mittelfristig oben angreifen können“. Was Neururer unter anderem von ihm erwartet, wird bei diesen Worten klar: „Seine Standards sind brandgefährlich.“

24 Spieler stehen in Bochum für die Saison 13/14 unter Vertrag 

Tor: Andreas Luthe (Vertrag bis 2016), Michael Esser (2015), Daniel Heuer Fernandes (2014)

Abwehr: Jan Gyamerah, Fabian Holthaus (beide bis 2016), Heiko Butscher (2015), Marcel Maltritz, Lukas Sinkiewicz, Hólmar Örn Eyjólfsson, Jonas Acquistapace, Mounir Chaftar, Carsten Rothenbach, Patrick Fabian (alle bis 2014)

Mittelfeld: Leon Goretzka (2016), Yusuke Tasaka, Christian Tiffert, Sören Bertram (alle bis 2015), Slawo Freier (2014)

Sturm: Smail Morabit, Joel Reinholz (beide bis 2016), Nika Gelashvili (2015), Kevin Scheidhauer, Mirkan Aydin, Daniel Engelbrecht (alle bis 2014)

Trainer: Peter Neururer

Co-Trainer: Frank Heinemann, Dariusz Wosz (trainiert auch die U23), Thomas Reis (trainiert auch die U19)

Die Zu- und Abgänge des VfL Bochum 

Zugänge: Smail Morabit (RW Erfurt, bis 2016), Heiko Butscher (Eintracht Frankfurt, bis 2015), Christian Tiffert (Seattle Sounders, bis 2015)

Aus der eigenen Jugend stoßen hinzu: Jan Gyamerah (Abwehr, 2016), Fabian Holthaus (Abwehr, 2016), Joel Reinholz (Stürmer, 2015)

Dieser ausgeliehene Spieler kehrt zurück: Daniel Engelbrecht (Stuttgarter Kickers, bis 2014)

Wer kommen könnte: Manuel Torres (FC Schalke 04 II), Felix Bastians (Hertha BSC), Timo Perthel (MSV Duisburg), Maurice Exslager (MSV Duisburg), Goran Sukalo (MSV Duisburg)

Diese Spieler könnten bleiben: Faton Toski (Mittelfeld), Michael Delura (Mittelfeld), Christoph Dabrowski (Mittelfeld - als Stand-By-Profi in der U23)

Abgänge: Marc Rzatkowski (FC St. Pauli), Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach), Michael Ortega (war von Bayer Leverkusen ausgeliehen), Florian Brügmann (Hallescher FC), Michael Lumb, Philipp Heerwagen, Zlatko Dedic, Alexander Iashvili (alle Ziel unbekannt)

Wer gehen könnte: Leon Goretzka (FC Schalke 04), Nika Gelashvili, Sören Bertram, Kevin Scheidhauer, Mounir Chaftar