Bochum

VfL Bochum: Erste Pfiffe in Bochum - Dutt und Spieler reagieren gereizt

Robin Dutt (l.) hatte trotz 1:0-Erfolg nicht nur Grund zur Freude.
Robin Dutt (l.) hatte trotz 1:0-Erfolg nicht nur Grund zur Freude.
Foto: Udo Kreikenbohm
  • Nach dem Sieg des VfL Bochum gibt es Diskussionen über die Fans
  •  Robin Dutt: "Da ist nicht Sandhausen der Gegner, sondern die eigene Mannschaft."

Bochum. Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans bekam beim 1:0 (0:0)-Sieg des VfL Bochum gegen den SV Sandhauen erste Risse. Unmittelbar nach dem Pausenpfiff ertönte ein lautstarkes Pfeifkonzert von den Rängen. Teile der 13.821 Zuschauer machten ihren Ärger über die gezeigte Leistung des VfL gegen Sandhausen mehr als deutlich. Das Spiel zu diesem Zeitpunkt: tor- und vor allem in der Offensive ideenlos. Der andere Teil der Bochumer Anhänger feuerte die Mannschaft mit Sprechchören weiter an - Uneinigkeit im Stadion. Spieler und Trainer reagierten nach der Partie gereizt auf die Pfiffe einiger Anhänger.

Trainer Robin Dutt kritisierte die Auffassung einiger Zuschauer zur Pause mit durchaus scharfen Worten: „Da ist nicht Sandhausen der Gegner, sondern die eigene Mannschaft.“ Dutt weiter: „Wenn jemand hinter einer Mannschaft steht, dann pfeift er erst nach 90 Minuten, wenn er dann nicht zufrieden ist.“ Explizit betonte der VfL-Trainer aber, dass „die Ostkurve und der Block A ein gutes Gefühl dafür hatten, wann die Mannschaft Unterstützung gebrauchen konnte.“ Sein Spieler Milos Pantovic übte in den Katakomben des Bochumer Ruhrstadions ebenfalls deutliche Kritik an den Reaktionen der eigenen Fans.

Celozzi lobt die Mannschaft

„Ich denke nicht, dass die Fans uns hätten auspfeifen müssen. So schlecht war unser Spiel nicht“, führte der Flügelflitzer an und beschwichtige anschließend: „Im zweiten Durchgang haben wir dann zusammen mit den Fans den Sieg geholt und können gemeinsam feiern.“ Ohne das befreiende 1:0 würde die Situation und die Stimmung im Umfeld komplett anders aussehen, gab Robin Dutt zu. In der Halbzeit habe er versucht, auf seine Mannschaft einzuwirken. Kapitän Stefano Celozzi lobte sowohl den Trainer als auch seine Mitspieler für das Verhalten nach dem Seitenwechsel.

„Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie haben sich nach den Pfiffen nicht verunsichern lassen. Der Trainer hat in der Pause taktische Dinge angesprochen. Wir haben uns dann auf dem Platz auf unser Spiel konzentriert. Wir haben sechs Punkte nach drei Spielen - da müssen wir weitermachen.“ Die Bochumer Wohlfühl-Atmosphäre war nach der Blamage im Pokal bei Viertligist Welche Flensburg zum ersten Mal seit der Übernahme von Robin Dutt umgeschwenkt. Durch den wichtigen Sieg gegen den SV Sandhausen kann der VfL erst einmal wieder durchatmen.

 
 

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