VfL Bochum erlebt Debakel gegen Fürth

Bochums Takashi Inui (l.) im Zweikampf mit dem Fürther und Ex-Bochumer Mergim Mavraj. Foto: dapd
Bochums Takashi Inui (l.) im Zweikampf mit dem Fürther und Ex-Bochumer Mergim Mavraj. Foto: dapd
Das Heimspiel gegen Fürth sollte die Wende bringen, doch es geriet für den VfL zum Desaster. Die Bochumer gingen gegen die in allen Belangen überlegenen Franken mit 1:4 unter. Vor allem die Fehler in der Defensive waren erschreckend.

Bochum. "Funkel raus" riefen die Fans in der Bochumer Ostkurve und vielleicht 100 auch noch später, vor den Stadiontoren in Bochum. Ein Orkan des Protestes aber klingt anders: Frust und Sprachlosigkeit prägen das Bild der Anhänger. 4:1 für Fürth - Bochum am Boden.

Und der Trainer vor dem Aus? Wohl vorerst nicht. „Eine Trainerentlassung steht nicht auf der Agenda“, sagte Sportvorstand Jens Todt, kurz nach dem Absturz des angeblichen Aufstiegs-Aspiranten auf Platz 16. Auch sein Kollege Ansgar Schwenken hält „nichts“ von „Aktionismus“. Weil das Klima zwischen Mannschaft und Trainer stimme. Und „weil wir eine Stunde lang eine richtig gute Leistung gezeigt haben. Das 1:3 war ein Nackenschlag zu viel“, sagte Todt. „Fürth hat einen Lauf, wir einen Anti-Lauf.“

"Den Weg konsequent weitergehen"

Mit Funkels Erfahrung müsse man „in dieser schwierigen Situation die Mannschaft wieder aufrichten“. Funkel blieb gewohnt ruhig nach dieser „ganz bitteren Niederlage. Wir werden uns Gedanken machen und dann unseren Weg konsequent weitergehen“, sagte er.

Nur: Wohin führt dieser Weg? Zwar zeigte sich Bochum, angetrieben von Alleinunterhalter Takashi Inui, in der ersten Halbzeit stark verbessert. Doch nach der Pause schaltete Fürth einen Gang höher - eine gute Viertelstunde reichte, um den VfL auf einen neuerlichen Tiefpunkt zu schießen. „Wir ham die Schnauze voll“ riefen Anhänger, doch der wahre Protest ist still: Nur rund 10.000 kamen gegen den neuen Spitzenreiter. Die Masse verliert die Leidenschaft.

 
 

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