VfL Bochum: Dornebusch feiert seine Pflichtspiel-Premiere

Im Testspiel gegen den 1. FC Köln im Januar zeigte Felix Dornebusch Klasse. Jetzt darf er erstmals in einem Pflichtspiel für den VfL ins Tor.
Im Testspiel gegen den 1. FC Köln im Januar zeigte Felix Dornebusch Klasse. Jetzt darf er erstmals in einem Pflichtspiel für den VfL ins Tor.
Foto: firo Sportphoto/Ralf Ibing

Bochum.. Nein, ein „Spiel des Jahrzehnts“ ist das DFB-Pokal-Match gegen den VfL Bochum am Sonntag (15.30 Uhr, Karslruher Wildparkstadion) nicht für den FC Nöttingen.

Der Oberligist aus Baden-Württemberg, der nach dem Abstieg in der Vorsaison den Wiederaufstieg anpeilt in der erst kommende Woche beginnenden Spielzeit, hat es in den letzten fünf Jahren schon zu drei beachtlichen Auftritten gebracht. 2012 gegen Hannover 96 (1:6), 2013 gegen Schalke 04 (0:2) - und 2015 gegen den FC Bayern München. Beim 1:3 zog sich der damalige Viertligist bemerkenswert gut aus der Affäre.

320 000 Euro stehen minimum auf dem Spiel

Ein Ergebnis, dass dem VfL und seinem neuen Trainer Ismail Atalan nur dann richtig schmecken dürfte, wenn die Leistung dazu auch Dominanz, Aggressivität, Wille, Spielfreude repräsentiert. Dass ein Sieg Pflicht ist beim FC Nöttingen, der auf seinem Weg in die erste Hauptrunde immerhin den Vorjahres-Bochum-Bezwinger FC Astoria Walldorf niedergerungen hat, ist ja keine Frage. Atalan aber will in dem für den Verein wichtigen Spiel - in der 2. Runde gibt es allein aus der zentralen Vermarktung vom DFB garantierte 320 000 Euro - noch einiges mehr sehen.

Atalan erwartet Feuer im Spiel

„Ich erwarte Feuer von den Spielern, dass sie dem Verein und den Zuschauern etwas zurückgeben“, sagt Atalan; immerhin 800 VfL-Fans werden vor Ort sein. Und der Coach, im Vorjahr ja mit Lotte der große Favoritenschreck, mahnt: „Es ist extrem wichtig, dass wir dem Gegner ganz viel Demut, ganz viel Respekt entgegenbringen.“ Das Team von Ex-Profi Dubravko Kolinger (St. Pauli, KSC) sei lauf- und konterstark, gerade in den ersten zehn, 15 Minuten gelte es, geduldig zu sein, den Ball laufen zu lassen.

Drei, vier Wechsel in der Startelf

Kader und Startelf werden sich im Vergleich zum 1:1 in Duisburg zwangsläufig ändern. Atalan spricht von „drei, vier Spielern“, die neu ins Team rücken. Gerade sie könnten ihre Ansprüche auf weitere Einsätze nun beweisen. Atalan: „Wir suchen auch die Formation für das Spiel in Bielefeld.“ Alexander Merkel, Görkem Saglam oder Kevin Stöger können sich womöglich empfehlen.

Ganz sicher dabei sein wird Torwart Felix Dornebusch - es ist seine Pflichtspiel-Premiere für die Profis. Eine Belohnung, eine „Pokalrotation“, so Atalan: „Manuel Riemann ist unsere absolute Nummer eins, Dorne sein Herausforderer. Felix besitzt tolle Fähigkeiten.“ Seit 2011 ist der 23-Jährige beim VfL. Im DFB-Pokal und in der 2. Liga kam der Wittener noch nie zum Einsatz.

Vier Stammkräfte fallen aus

Ausfallen werden Thomas Eisfeld (Knieprobleme), bei dem der Coach aber guter Dinge ist, dass er bald wieder ins Training zurückkehrt, sowie Dimitrios Diamantakos (Rückenbeschwerden) und Stefano Celozzi (Faserriss). Da auch Jan Gyamerah noch nicht wieder im Mannschaftstraining ist, wird Tim Hoogland den Part des Rechtsverteidigers im 4-3-3 übernehmen. In den Kader kehren die zuletzt verletzt fehlenden Selim Gündüz und Vitaly Janelt zurück.

Weilandt trainierte nicht mehr mit

Tom Weilandts Wechsel - wohl zu Holstein Kiel - steht indes unmittelbar bevor. Der Flügelstürmer trainierte gestern nicht mehr mit, Verein und Trainerteam erteilten ihm die Freigabe, „ein paar Dinge zu klären“, so Atalan. Und der Trainer hätte durchaus noch einen Wunsch für seinen Kader: einen offensiven Spieler der Marke „Pressingmaschine. Wir brauchen Tempo für unser Umschaltspiel, für unser Gegenpressing. Danach suchen wir.“ Eine Beschreibung, die auf Bernard Tekpetey passt. Das Talent des FC Schalke würde der VfL gerne ausleihen.

So könnten sie spielen

VfL: Dornebusch - Hoogland, Fabian, Bastians, Soares - Losilla - Merkel, Saglam - Hinterseer, Wurtz (Mlapa), Kruse. Reserve: Riemann - Leitsch, Janelt, Bandowski, Gündüz, Stöger, Mlapa (Wurtz)

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