Bochum

VfL Bochum bangt vor Partie in Nürnberg um zwei Stammspieler

Lukas Hinterseer hat den einzigen eigenen Treffer des VfL in diesem Jahr erzielt zum 1:1 gegen Darmstadt, hinzu kommt ein zu Unrecht aberkanntes Tor in Heidenheim. Genau wie Jan Gyamerah (r.) droht der Stürmer auszufallen.
Lukas Hinterseer hat den einzigen eigenen Treffer des VfL in diesem Jahr erzielt zum 1:1 gegen Darmstadt, hinzu kommt ein zu Unrecht aberkanntes Tor in Heidenheim. Genau wie Jan Gyamerah (r.) droht der Stürmer auszufallen.
  • Jetzt hat die Erkrankungswelle auch den VfL Bochum erwischt
  • Gyamerah und Hinterseer meldeten sich ab
  • Sonntag geht es gegen Nürnberg

Bochum. Irgendwann musste die allgemeine Erkrankungswelle ja auch beim VfL Bochum ankommen. Zwei Stammspieler der letzten Wochen fehlten am Freitag beim Training, ihr Einsatz am Sonntag im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg ist daher fraglich. Rechtsverteidiger Jan Gyamerah, einer der Stärksten und Stabilsten in dieser Saison, und Stürmer Lukas Hinterseer, mit sechs Treffern noch bester Schütze der Bochumer Harmlos-Offensive, meldeten sich ab.

Robin Dutt, seit einem Ligaspiel und effektiv zehn Trainingstagen Coach des VfL, sagt: „Wir brauchen Spieler, die körperlich 100 Prozent fit sind.“ Auf Tim Hoogland soll das gegen den Spitzenreiter zutreffen. Der Innenverteidiger trainierte wieder komplett mit. Dutt rechnet mit seinem Einsatz.

Kapitän Celozzi ist bereit

Sollten Gyamerah und Hinterseer ausfallen, stehen die Alternativen (fast) fest. Als Rechtsverteidiger würde Kapitän Stefano Celozzi in die Startelf zurückkehren. „Jan ist gut drauf. Aber ich habe keine schlaflosen Nächte, weil die Alternative Celozzi ist“, sagt Dutt.

Für Hinterseer würde entweder die junge BVB-Leihgabe Janni Serra, der in den letzten beiden Partien gegen Darmstadt (2:1) und in Heidenheim (0:1) nach gut einer Stunde eingewechselt wurde, erstmals von Beginn an auflaufen – oder mal wieder Johannes Wurtz. Im Training am Freitag absolvierte Wurtz das Abschluss-Spiel auf verkleinertem Spielfeld in der ersten Offensivreihe mit Robbie Kruse und Sidney Sam auf den Außen sowie Kevin Stöger zentral. Aber auch Serra hatte in dieser Trainingswoche schon das Vergnügen in der 1a-Variante. Dutt: „Beide hätten es verdient.“

Grundstruktur soll beibehalten werden

Klar ist: Weitere Änderungen wird es nicht geben, weder personell noch taktisch. „Die Grundstruktur soll einfach und klar bleiben“, sagt der 53-Jährige. „Wir wollen das Team nicht jede Woche vor neue Aufgaben stellen.“

Selbstsicherheit, Ruhe, die strahlt auch der Coach aus, ebenso wie Zuversicht. Im Kampf um den Klassenerhalt müsse man erstens fighten, aber zweitens auch Fußball spielen. „Auf die Mischung kommt es an“, sagt Dutt und erwartet, dass seine Spieler „mental bis an die Grenzen gehen“.

Mit dem Szenario einer zweiten Niederlage im zweiten Spiel unter seiner Regie mag sich Dutt noch nicht beschäftigen. Wohl wissend, was morgen auf dem Spiel steht: „Es wäre schon unglaublich wichtig, den zweiten Heimsieg in Folge zu holen.“

Hoffnung auf den Heimvorteil

Dabei hofft er natürlich auch auf die Fans, die gegen Darmstadt den allgemeinen Stimmungsumschwung mitgetragen haben. Auch wenn bei zu erwartenden Minustemperaturen erst 11 200 Karten verkauft sind - und davon fast 1700 an die Franken. „Wir bleiben selbstbewusst“, sagt Robert Tesche im Stadionmagazin. Der Mittelfeldspieler hat vom Trainerwechsel profitiert, zählt seit dem Ende der Amtszeit von Jens Rasiejewski zum Stamm im Zentrum neben Anthony Losilla. Tesche sagt: „Wir haben die Fans im Rücken - das ist ein großes Plus.“

So spielen sie: Riemann - Celozzi (Gyamerah), Fabian, Hoogland, Soares - Losilla, Tesche - Kruse, Stöger, Sam - Wurtz (Hinterseer)

 

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