Unterhaltsamer Auftakt in Bochum - 1:1 gegen Fürth

Michael Eckardt
1:1 trennten sich Greuther Fürth und der VfL Bochum nach einem intensivem 2.-Liga-Auftakt.
1:1 trennten sich Greuther Fürth und der VfL Bochum nach einem intensivem 2.-Liga-Auftakt.
Foto: imago
Der VfL Bochum erreicht in seinem Saisonauftaktspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth ein 1:1-Unentschieden. Zwei individuelle Slapstick-Fehler sorgten für die beiden Treffer. Die Leistung der Gastgeber macht Mut für eine schwierige Umbruch-Spielzeit.

Bochum. Überraschungen bot die Aufstellung des VfL Bochum ebenso wenig wie die der Fürther. Michael Gregoritsch hatte auf Seiten des VfL den Vorzug vor Marco Terrazzino bekommen, ansonsten hatte sich die Bochumer Startelf ja schon seit einiger Zeit abgezeichnet. Eine kleine Überraschung war allerdings die Besetzung der Reservebank, wo Adnan Zahirovic anstelle von Florian Jungwirth Platz nahm. Immerhin war Jungwirth in der vergangenen Spielzeit Stammkraft gewesen und gehört inzwischen dem Mannschaftsrat an.

Es entwickelte sich eine Anfangsphase ohne Höhepunkte, eine Phase des verständlichen Abtastens. Die mit einem Schlag beendet war, als Simon Terodde Fürths Kapitän im Tor, Wolfgang Hesl, überwand. Stanislav Sestak hatte - allerdings mit grenzwertigem Einsatz - Niko Gießelmann den Ball abgeknöpft und Terodde cool eingeschoben. Ein Blackout des neuen Rechtsverteidigers Stefano Celozzi machte allerdings nur drei Minuten später den Vorsprung zunichte. Celozzis viel zu kurz geratene Rückgabe erlief Fürths Angreifer Kacper Przybylko - fertig war das 1:1.

Simunek muss Celozzis Fehler ausbügeln

Nun entwickelte sich eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe, in der die Gäste allerdings die Lufthoheit besaßen. Zunächst jedoch zog sich Schiedsrichter Stieler den Zorn des Bochumer Publikums zu, als er Gießelmanns Stoßen gegen Yusuke Tasaka nicht mit einem Elfmeter ahndete. Dann machte Fürth wieder Druck, Stephan Schröck marschierte über die rechte Seite und ließ Timo Perthel alt aussehen, den folgenden Schuss von Stephan Fürstner parierte VfL-Schlussmann Andreas Luthe. Der Bochumer Kapitän war auch bei Goran Sukalos Kopfball auf dem Posten.

Dann leistete sich Celozzi einen weiteren Aussetzer, Jan Simunek musste ihn ausbügeln; wofür er sich eine Gelbe Karte einhandelte. Den daraus resultierenden Freistoß setzte Gießelmann knapp neben das Bochumer Tor.

Es blieb auch nach dem Seitenwechsel ein enges Spiel. Fürth hatte zunächst mehr Ballbesitz, kam jedoch nicht so richtig in den Strafraum der Gastgeber, die nach einer Stunde wieder mehr die Offensive suchten. Simon Terodde, der etliche gute Aktionen hatte, steckte durch auf Gregoritsch, doch die Ballmitnahme misslang.

Das zweite Tor für Bochum wollte einfach nicht fallen

Dann sorgte eine Eckballserie des VfL für Stimmung, ohne dass sich am Ergebnis etwas änderte. Und schließlich scheiterte Gregoritsch an Fürths Schlussmann Hesl, auch Marco Terrazzino, gerade erst für Sestak eingewechselt und Wegbereiter der Gregoritsch-Chance, brachte den Ball nicht im Tor der Franken unter. Nun war der VfL am Drücker, zog aber nicht ab. Selbst Tasakas von Gregoritsch ermöglichter Heber gegen den weit vor seinem Tor stehenden Hesl war erfolglos, Fürths Torhüter konnte noch abwehren.

Es wollte einfach nicht das zweite Tor fallen, das dem VfL Bochum den erhofften Saisonauftakt mit einem Heimsieg verschafft hätte. Als Gregoritsch einen vielversprechenden Konter leichtfertig verschenkt hatte, war eine weitere Gelegenheit dahin. Es blieb bei der Punkteteilung in einem Spiel, das einen Vorgeschmack gab auf schwierige und umkämpfte Spielzeit.