Teses Verletzung ist für Bochum ein harter Schlag

Michael Eckardt

Bochum. Das ist ein harter Schlag für den VfL Bochum in der Endphase des Aufstiegsrennens: Chong Tese wird wohl in den restlichen sechs Zweitliga-Spielen nicht mehr eingreifen können, der Koreaner hat sich, wie erst jetzt bekannt wurde, am Montag in Frankfurt einen Halswirbel angebrochen.

Die Szene in der 38. Minute war ja auch gruselig genug, dass die Ärzte und Physiotherapeuten, allen voran der Frankfurter Mannschaftsarzt, auf den Platz stürmten, obwohl Schiedsrichter Patrick Ittrich das Spiel noch gar nicht unterbrochen hatte. Tese war mit FSV-Abwehrspieler Björn Schlicke zusammen gerasselt, hatte sich dabei fast überschlagen und war sehr unglücklich - Kopf und Nacken voraus - auf den Boden geprallt. Nach kurzer Behandlungspause spielte er weiter. Aufatmen auf Bochumer Seite, nichts schien passiert zu sein.

Ein Irrtum, wie sich inzwischen heraus stellte. Beim VfL tendiert man nach der ernüchternden Diagnose nun dazu, die Verletzung konservativ, also ohne operativen Eingriff, zu behandeln. Doktor Karl-Heinz Bauer, der Vereinsarzt, rechnet bei einem komplikationslosen Verlauf mit einer Trainingspause von vier Wochen. Weil sich Chong Tese in dieser Zeit praktisch nicht belasten darf, kommt er eventuell selbst für das abschließende Saisonspiel gegen den MSV Duisburg nicht mehr infrage.

VfL-Trainer Friedhelm Funkel sah Tese zuletzt zwar wieder im Aufwind, wollte aber „nicht klagen“ und verwies auf die „Alternativen in der Offensive“, über die der VfL verfüge. So habe Zlatko Dedic auf dieser Position seine Sache in München „relativ gut“ gemacht. Positives ist derweil von Ümit Korkmaz zu hören: Der Flügelstürmer kann am heutigen Donnerstag wieder ins Training einsteigen.