Ostrzolek ist jetzt Augsburger

Werden keine Späße mehr treiben können: Matthias Ostrzolek und Takashi Inui im Trainingslger des VfL Bochum. Foto VfL Bochum
Werden keine Späße mehr treiben können: Matthias Ostrzolek und Takashi Inui im Trainingslger des VfL Bochum. Foto VfL Bochum
Foto: WAZ
Mit Matthias Ostrzolek, der zum FC Augsburg wechselt, gibt der VfL Bochum in dieser Transferperiode bereits den dritten Spieler ab.

Bochum. Im Dezember 2010, also vor etwas mehr als einem Jahr, ging sein Stern beim VfL Bochum auf, nun ist er weg. Matthias Ostrzolek (21) hat beim Bundesligisten FC Augsburg einen Vertrag bis 2015 unterschrieben. Der Außenverteidiger ist der dritte Spieler nach Andreas Johansson (IFK Norrköping) und Philipp Heerwagen (ausgeliehen an den FC St. Pauli), der den VfL in dieser Transferperiode verlässt.

Etwa 430000 Euro erhalten die Bochumer sofort, Nachschlag gibt es dann, sollte sich Ostrzolek in Augsburg zum Stammspieler entwickeln. An einem möglichen weiteren Transfer wäre der VfL ebenfalls beteiligt. Damit reagiert der Zweitligist auf die wirtschaftlichen Zwänge, ausgelöst vor allem durch den säumigen Zahler MKE Ankaragücü. Bislang hat der VfL erst eine Rate aus der Türkei für den Transfer (2,8 Millionen Euro) von Stanislav Sestak erhalten, und es ist nicht damit zu rechnen, dass bald mehr Geld fließen wird.

„In unserer Situation und angesichts der Tatsache, dass Matthias sowieso über eine Ausstiegsklausel verfügt, habe ich diesem Transfer zugestimmt. Der wirtschaftlichen Situation muss man auch als Trainer mal gerecht werden“, sagte Andreas Bergmann, der nach der 0:4-Niederlage in Braunschweig Konsequenzen gezogen hatte und Faton Toski Anfang Dezember 2011 erstmals anstelle von Ostrzolek links verteidigen ließ. Der 21-Jährige hätte in den kommenden Monaten wohl nur noch eine Chance gehabt zu spielen, wenn sich Toski verletzen würde. Weil aber auch Björn Kopplin links verteidigen kann und sich Philipp Bönig langsam wieder an die Mannschaft heranarbeitet, sieht man beim VfL kein Risiko und hat „Grünes Licht“ gegeben.