Optimaler Start für Neururer - Bochum überholt Dresden

Michael Eckardt
Nachdenklich: Bochums Trainer Peter Neururer sah bei seinem Comeback einen glücklichen Sieg seiner Mannschaft.
Nachdenklich: Bochums Trainer Peter Neururer sah bei seinem Comeback einen glücklichen Sieg seiner Mannschaft.
Foto: Thomas Eisenhuth / dpa
Mit 2:0 (0:0) setzte sich der abstiegsbedrohte Zweitligist VfL Bochum bei Energie Cottbus durch. Der neue Bochumer Trainer Peter Neururer erlebte ein perfektes Comeback. Das Spiel war keine Delikatesse. „In der B-Note werden wir nicht mehr Meister", sagte Neururer.

Cottbus. War das der Zauber von Peter Neururer oder simples Glück? Immerhin ebnete dem VfL Bochum ein Eigentor den Weg zum ersten Erfolg nach sieben sieglosen Liga-Spielen. Den VfL-Fans war‘s egal: Das 2:0 in der Lausitz ist ein willkommener zusätzlicher Stimmungsaufheller vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli (Freitag, 18 Uhr, live in unserem Ticker). Dann darf man nach diesem Neururer-Einstand mit einem gut gefüllten Stadion rechnen.

Bochums Marc Rzatkowski trifft den Pfosten

„In der B-Note werden wir nicht mehr Meister. Aber das müssen wir auch nicht, wir wollen lediglich die Klasse erhalten“, kommentierte der 57-Jährige gewohnt launig das nicht nur für ihn optimale Ergebnis. Mit diesem Erfolg konnten die Bochumer immerhin den Relegationsplatz wieder verlassen und an Dresden abtreten.

Eine Fußball-Delikatesse durfte man in Cottbus wohl von beiden Seiten nicht erwarten, und so lebte dieses Spiel in erster Linie von Fehlern und den sich daraus ergebenden dramatischen Szenen, die sich in den Strafräumen abspielten. Sowohl Bochum als auch Cottbus verweigerte Schiedsrichter Cartus je einen Elfmeter, auch das Aluminium verhinderte ein höheres Ergebnis.

Mosquera – für die Gastgeber - und Rzatkowski – für Bochum – trafen nur den Pfosten, Stiepermann scheiterte an der Latte. Chancen gab es hüben wie drüben in Hülle und Fülle – nur das Salz wollte lange nicht in die Suppe.

Bis Ivica Banovic per Kopf ins eigene Tor traf – nach Rzatkowskis Freistoß. „Das ist mir doch egal, ob einer von uns oder einer von denen trifft, Hauptsache der Freistoß kommt dahin, wo er hin soll“, sagte Neururer. In den letzten vier Spielen hatten die Bochumer gar nicht getroffen, jetzt führten sie dank eines Eigentores des Gegners.

VfL hielt dem Druck stand

Ein Schub für das Selbstbewusstsein der Bochumer, die in der zweiten Halbzeit zwar unter Druck gerieten, diesem Druck aber standhielten. Und hätte der VfL nicht, so Neururer, „in der Vorwärtsbewegung Fehler gemacht, die dem Tabellenplatz entsprechen“, dann hätten sie die Partie früher für sich entscheiden können. Aber so musste man bis zur Nachspielzeit warten. Dann erst gelang der erste Konter mit vernünftigem Abschluss: Ausgerechnet dem schwachen Zlatko Dedic gelang das erlösende 2:0.