Mit Medienstar Neururer ist der VfL Bochum wieder im Geschäft

Ralf Ritter
VfL-Trainer Peter Neururer freut sich mit seinen Co-Trainern Dariusz Wosz (2. v. l.) und Thomas Reis (2. v. r.) sowie mit Marc Rzatkowski und Slawo Freier (r.) über das Führungstor in Cottbus.
VfL-Trainer Peter Neururer freut sich mit seinen Co-Trainern Dariusz Wosz (2. v. l.) und Thomas Reis (2. v. r.) sowie mit Marc Rzatkowski und Slawo Freier (r.) über das Führungstor in Cottbus.
Foto: imago
Beim VfL Bochum gibt es den Neururer-Effekt. Mit dem Medienstar ist der VfL wieder im Gespräch - und nichts ist im Fußballzirkus wichtiger. Nach dem 2:0 in Cottbus wird es am Freitag gegen St. Pauli richtig voll im Stadion. Ein Kommentar.

Bochum. Ein Eigentor, ein nicht gegebener Elfmeter, einmal Pfosten, einmal Latte hier. Ein nicht gegebener Elfmeter (Foul an Aydin), einmal Pfosten (Rzatkowski), ein spätes Kontertor dazu. Macht: ein glückliches 2:0. Für Bochum.

Man kann nicht behaupten, dass die Mannschaft im ersten Spiel unter Comeback-Trainer Peter Neururer ein völlig neues Gesicht gezeigt hätte in Cottbus, was auch nicht zu erwarten war nach diesen Wochen des Schreckens.

Am Freitag kommt St. Pauli nach Bochum

Und dennoch gibt es ihn, den Neururer-Effekt, der sofort griff und weiter greift: zu hören und zu lesen und zu sehen eine Woche lang auf allen Kanälen, bundesweit. Mit dem Medienstar ist Bochum wieder im Gespräch und damit: im Geschäft. Nichts ist wichtiger im Fußballzirkus als das. Auch für Sponsoren.

Dass der VfL am Sonntag mit Glück gewonnen hat, interessiert heute niemand mehr. Der Klassenerhalt ist ein kleines Stück näher gerückt, die Hoffnung lebt wieder, am Freitag kommt St. Pauli (18 Uhr, live in unserem Ticker). Es wird endlich mal wieder richtig voll im Stadion. Das bringt Geld, Stimmung, weiterhin viel Aufmerksamkeit - und vielleicht am Ende sogar die Rettung.

Besser jedenfalls hätte die erste Woche nach dem Aue-Schock nicht laufen können: für Peter Neururer nicht. Und für den Verein nicht.